Die Krise bei den Hammer-Fachmärkten spitzt sich dramatisch zu. Die Hammer Raumstylisten GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Damit steht das Unternehmen bereits zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres vor einer ungewissen Zukunft.
Hammer Insolvenz – Eine Kette in der Dauerkrise
Erst im Oktober 2025 schien die Rettung nah: Ein Investorenkonsortium übernahm 93 Standorte aus der Insolvenz des ursprünglichen Mutterkonzerns, der Brüder Schlau Gruppe. Zum Vergleich: Vor der ersten Pleite im Juni 2025 betrieb das Unternehmen noch über 180 Filialen mit rund 3.900 Beschäftigten. Durch die erste Sanierungswelle wurden bereits 70 Standorte geschlossen und tausende Stellen gestrichen.
Die neu gegründete Gesellschaft startete zwar mit den verbliebenen 1.200 Mitarbeitern durch, doch die erhoffte Stabilisierung blieb aus.
Gründe für das Scheitern der Neugründung
Nach Angaben der Geschäftsführung führten massive Anlaufschwierigkeiten zu der erneuten finanziellen Schieflage und Hammer Insolvenz. Insbesondere technische Probleme in der Warenversorgung verursachten erhebliche Verzögerungen. Dies hatte zur Folge, dass die Umsätze drastisch einbrachen. Obwohl diese technischen Hürden laut Unternehmen inzwischen weitgehend behoben sind, reichten die Mittel für den laufenden Betrieb nicht mehr aus.
Was bedeutet das für Kunden und Mitarbeiter?
Trotz des Insolvenzantrags gibt es für die Kunden vor Ort vorerst eine Entwarnung:
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Märkte bleiben offen: Alle 93 Filialen führen den Betrieb derzeit weiter.
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Aufträge: Laufende Aufträge sollen wie gewohnt ausgeführt werden.
Für die rund 1.200 verbliebenen Mitarbeiter beginnt nun erneut das Zittern um ihre Arbeitsplätze. Ob das Sanierungsverfahren im zweiten Anlauf gelingt oder weitere Schließungen drohen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Für Rückfragen zum aktuellen Status von Bestellungen können sich Kunden direkt an die jeweilige Filiale wenden. Informationen zur weiteren Abwicklung werden durch die vorläufige Insolvenzverwaltung bekannt gegeben.
In folgenden Städten befinden sich Hammer-Filialen:
- Alfeld (Leine)
- Annaberg-Buchholz
- Arnsberg
- Bad Kreuznach
- Bernau bei Berlin
- Bernburg (Saale)
- Bielefeld
- Bitterfeld-Wolfen
- Bremen
- Bremervörde
- Burscheid
- Coesfeld
- Cuxhaven
- Dessau-Roßlau
- Detmold
- Düren
- Einbeck
- Erfurt
- Frankfurt (Oder)
- Fuldabrück
- Glauchau
- Görlitz
- Gronau (Westfalen)
- Gummersbach
- Halle (Saale)
- Halle (Westfalen)
- Hameln
- Heidenau
- Hettstedt
- Idar-Oberstein
- Isernhagen
- Jahnatal
- Kassel
- Köthen (Anhalt)
- Leipzig
- Magdeburg
- Marburg
- Minden
- Nordhausen
- Paderborn
- Peine
- Plauen
- Porta Westfalica (Zentrale)
- Pulsnitz
- Remscheid
- Rodewisch
- Roßleben-Wiehe
- Rostock
- Saalfeld
- Sangerhausen
- Schwerin
- Schwarzheide
- Siebenlehn
- Torgau
- Wismar
- Wittenberg
- Worms
- Zeithain
- Zeitz
- Zwickau
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