Welche Rolle spielen Tourismus und Gastgewerbe in der kommenden Legislaturperiode? Welche Weichen will die Landespolitik für Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und wirtschaftliche Entlastung stellen? Diese und weitere zentrale Fragen stehen im Mittelpunkt des DEHOGA Wahlchecks zur Landtagswahl 2026, zu dem der DEHOGA Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 5. Februar 2026, ins DEHOGA-Zentrum nach Bad Kreuznach eingeladen hat.
Im BIT-Treff, im DEHOGA Zentrum, diskutierten die Spitzenkandidaten Gordon Schnieder (CDU), Daniela Schmitt (FDP) und Dr. Joachim Streit (FWG) sowie die Fraktionsvorsitzenden Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und Pia Schellhammer (Bündnis 90/Die Grünen) mit rheinland-pfälzischen Gastronomen und Hoteliers – praxisnah, offen und auf Augenhöhe.
Wirtschaftliche Bedeutung und politische Forderungen
DEHOGA Präsident Gereon Haumann eröffnete die Veranstaltung und betonte die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Branche: „Tourismus und Gastgewerbe sind nicht nur Jobmotor und Wirtschaftsfaktor, sondern prägen Lebensqualität, Identität und Attraktivität unseres Landes. Der Wahlcheck gibt unseren Betrieben eine starke Stimme und schafft Transparenz darüber, welche Politiker und Parteien die Zukunft unserer Branche unterstützen und wer bereit ist, die richtigen politischen Rahmenbedingungen umzusetzen.“
Politik trifft Praxis am Zapfhahn – Wahlcheck zur Landtagswahl 2026
Zum Auftakt sorgte eine kurze Aufwärmphase mit Entweder-oder-Fragen für persönliche Einblicke und spontane Reaktionen der Kandidaten. Anschließend ging es ganz praktisch zur Sache: Beim Praxis-Check hinter der Theke zapften oder servierten die Politiker Bier oder Wein aus Rheinland-Pfalz – für den richtigen Auftritt mit stilechter DEHOGA Schürze gekleidet.
Sechs Kernthemen für die Zukunft der Branche
Im fachlichen Hauptteil stellten sich die Podiumsgäste sechs zentralen Themenfeldern, darunter:
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Tourismus als Wirtschafts- und Standortfaktor
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Bürokratieabbau und realistische Standards
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Fachkräftesicherung, Ausbildung und Digitalisierung
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Steuern, Abgaben und wirtschaftliche Entlastung
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Finanzierung touristischer Aufgaben und der Tourismusstrategie
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Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und nachhaltige Entwicklung
Die Moderation des Wahlchecks übernahm Andreas Bockius, Stadionsprecher des 1. FSV Mainz 05 und ebenfalls bekannte Radiostimme von Antenne Mainz. Mit viel Gespür für Menschen, Humor und Tempo führte er durch das Programm, hielt die Diskussion pointiert, sorgte für spontane Momente in der Aufwärmphase und setzte zugleich den Fokus auf die inhaltlich anspruchsvollen politischen Themen. Ein kurzweiliger Brückenschlag zwischen politischer Ernsthaftigkeit und dem bewusst gewählten „Stammtisch- und Kneipenflair“ der Veranstaltung.
Dialog mit der Basis via Bierdeckel
Alle Politiker hatten die Möglichkeit, ihre Positionen klar und kompakt darzustellen. Ergänzt wurde die Diskussion durch Fragen aus dem Publikum, die während der Veranstaltung auf Bierdeckel aufgeschrieben, gesammelt und nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden.
Klare Botschaft und Aufholbedarf
Der DEHOGA Rheinland-Pfalz machte deutlich, dass die Branche verlässliche politische Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und eine auskömmliche Finanzierung touristischer Aufgaben benötigt – insbesondere im ländlichen Raum. Der Vergleich mit anderen Bundesländern zeigte, dass Rheinland-Pfalz beim Mitteleinsatz für den Tourismus noch Aufholbedarf hat, obwohl derzeit so viel wie noch nie investiert wird.
Zum Ende der Veranstaltung „Wahlcheck zur Landtagswahl 2026“ beantworteten die Podiumsgäste zwei persönliche Schlussfragen – zum unverzichtbaren Gericht auf rheinland-pfälzischen Speisekarten und zum Getränk am Wahlabend des 22. März 2026. In seinem Schlusswort dankte Präsident Gereon Haumann allen Beteiligten für die offene Diskussion, den fairen Austausch und das klare Bekenntnis zur Bedeutung des Gastgewerbes. Der DEHOGA Wahlcheck zur Landtagswahl 2026 hat gezeigt: Tourismus und Gastgewerbe sind wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen für Rheinland-Pfalz. Jetzt kommt es darauf an, dass den Positionen im nächsten Landtag auch konkrete Maßnahmen folgen.
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