In Bischofsheim (Kreis Groß-Gerau) treiben aktuell zwei dreiste Trickbetrüger ihr Unwesen. Die Männer geben sich an der Haustür als Vertreter verschiedener Stromanbieter aus, um sensible Daten abzugreifen. Die Gemeindeverwaltung und die Sicherheitsberatung warnen nun eindringlich davor, Unbekannte in die Wohnung zu lassen.
Dreister Versuch bei der Sicherheitsbeauftragten in Bischofsheim
Dass die Betrüger vor niemandem Halt machen, zeigt ein Vorfall vom vergangenen Mittwoch (28.01.2026). Die Männer klingelten ausgerechnet bei Brigitte Raab, der ehrenamtlichen Sicherheitsbeauftragten für Senioren in Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg.
„Da haben sich die jungen Männer die Falsche ausgesucht. Wer sich vorher nicht angemeldet hat, kommt bei mir nicht ins Haus“, stellt Raab klar. Die Masche ist dabei immer gleich: Die Männer fragen nach dem aktuellen Stromanbieter, verlangen Einsicht in den Zählerschrank und versuchen, die Kontonummern der Bewohner zu erfahren.
Tipps der Expertin: So schützen Sie sich
Warnung in Bischofsheim! Brigitte Raab rät zur konsequenten Vorsicht. Oft nutzen die Täter den Überraschungsmoment aus, um Druck aufzubauen. Damit Sie nicht Opfer dieser Masche werden, gelten folgende Sicherheitsregeln:
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Zähler sind tabu: Lassen Sie niemals Unbekannte an Ihren Zählerschrank. Echte Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen kündigen sich in der Regel schriftlich an.
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Keine Daten preisgeben: Geben Sie weder Informationen über Ihren aktuellen Lieferanten noch Ihre Bankverbindung oder E-Mail-Adresse an der Haustür heraus.
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Misstrauen ist gesund: Seien Sie bei unerwarteten Hausbesuchen grundsätzlich skeptisch.
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Türe geschlossen halten: Wenn Sie niemanden erwarten, öffnen Sie die Tür am besten nur bei vorgelegter Sicherheitskette oder lassen Sie die Unbekannten draußen stehen.
Was tun im Ernstfall?
Sollten Sie sich bereits auf ein Gespräch eingelassen haben und wurden Ihnen keine Unterlagen ausgehändigt oder fühlen Sie sich bedrängt, informieren Sie umgehend die Polizei. Wichtig ist: Seriöse Energieversorger fordern niemals spontan an der Haustür zur Preisgabe von Kontodaten auf.





