Zollspeicher Biebrich – Nach über zehn Jahren Stillstand kommt Bewegung in das Biebricher Rheinufer: Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am Dienstag den Verkauf des historischen Zollspeichers beschlossen. Käufer ist kein Unbekannter, sondern das weltweit renommierte Biebricher Familienunternehmen Wilhelm Heckel GmbH.
Traditionsbetrieb rettet historisches Erbe
Der markante Zollspeicher prägt seit Jahrzehnten das Stadtbild in Biebrich, stand jedoch lange Zeit leer. Nun übernimmt die Firma Heckel das Gebäude in siebter Generation. Das Unternehmen, das für seine hochwertigen Holzblasinstrumente weltweit geschätzt wird, plant, seinen kompletten Firmensitz sowie die Produktion in den Zollspeicher zu verlegen. Damit bleibt ein über 180 Jahre altes Wiesbadener Traditionsunternehmen dem Standort Biebrich langfristig erhalten.
Aufwertung für das Biebricher Rheinufer
Für Baudezernent Andreas Kowol ist der Verkauf ein Glücksfall für die städtebauliche Entwicklung. Die Reaktivierung des Areals erfolgt im Einklang mit dem Rhein-Main-Ufer-Konzept. Ziel ist es, die historische Bausubstanz zu erhalten und den Ort gleichzeitig wieder mit Leben zu füllen.
Wichtige Eckpunkte zum Deal des Zollspeicher Biebrich
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Zollspeicher: Geht in das Eigentum der Wilhelm Heckel GmbH über.
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Denkmalgeschütztes Zollamt: Dieses angrenzende Gebäude bleibt im Besitz der Stadt Wiesbaden.
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Reinvestition: Die Verkaufserlöse des Speichers sollen direkt in die Sanierung und Entwicklung des Zollamts fließen.
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Nutzung Zollamt: Hierfür wird nun ein eigenständiges Konzept erarbeitet, das eine öffentlich wirksame Nutzung vorsieht.
Eine nachhaltige Lösung für Wiesbaden
Mit diesem Schritt schlägt die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein architektonisches Juwel wird vor dem Verfall gerettet und ein wichtiger Arbeitgeber sichert seinen Standort in der Landeshauptstadt. Die Entwicklung des Areals soll nun zügig voranschreiten, um das Rheinufer für Bürger und Besucher deutlich attraktiver zu gestalten.




