BYC-NewsFrankfurtFlughafen FrankfurtNeuheit am Frankfurter Flughafen: KI hilft bei der Sicherheitskontrolle

Neuheit am Frankfurter Flughafen: KI hilft bei der Sicherheitskontrolle

Als erster Flughafen in Europa überführt Fraport die KI-basierte APIDS-Software in den Regelbetrieb

KI-Sicherheitskontrolle bei Fraport – Die Fraport AG und die Bundespolizei setzen neue Maßstäbe in der europäischen Luftsicherheit: Als erster Flughafenbetreiber in Europa hat Fraport am Flughafen Frankfurt die innovative APIDS-Software offiziell in den Regelbetrieb übernommen. Das „Automated Prohibited Item Detection System“ (APIDS) nutzt Künstliche Intelligenz, um verbotene Gegenstände im Handgepäck eigenständig zu identifizieren und das Sicherheitspersonal bei der Analyse von Röntgenbildern zu entlasten.

Intelligente Technologie für mehr Präzision – die neue KI-Sicherheitskontrolle bei Fraport

Die Einführung der KI-Sicherheitskontrolle bei Fraport markiert einen technologischen Wendepunkt. Das System unterstützt die Luftsicherheitskontrollkräfte dabei, gefährliche oder verbotene Objekte schneller und präziser zu erkennen. Trotz der automatisierten Auswertung bleibt die menschliche Expertise zentral: Die finale Entscheidung über den Umgang mit den detektierten Gegenständen liegt weiterhin beim Kontrollpersonal. Alexander Laukenmann, Geschäftsbereichsleiter Aviation der Fraport AG, betont: „Das System bietet unseren Sicherheitsdienstleistern eine wertvolle Unterstützung für präzisere und effizientere Kontrollen und trägt dazu bei, das hohe Sicherheitsniveau am Flughafen Frankfurt weiter auszubauen.“

Europaweite Vorreiterrolle und Zertifizierung

Nach einer intensiven Erprobungsphase, die von der Europäischen Union ermöglicht wurde, erteilte die Bundespolizei nun die nationale Zertifizierung für den operativen Betrieb. Kerstin Kohlmetz, Präsidentin der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main, erklärt hierzu: „Auf Basis einer gemeinsamen intensiven und mehrmonatigen Erprobung des APID-Systems konnten wertvolle Ergebnisse gewonnen werden. Diese bildeten einen wichtigen Baustein für die Zertifizierung und Nutzungsfreigabe.“ Die Technologie kommt an über 50 CT-Scannern der Firma Smiths Detection zum Einsatz – und das flächendeckend in allen Terminals, einschließlich des künftigen Terminal 3.

50-Millionen-Euro-Investment in die Sicherheit

Seit Fraport die Steuerung der Luftsicherheitskontrollen übernommen hat, wurden massiv Mittel in die Modernisierung investiert. Rund 50 Millionen Euro flossen bisher in CT-Technik, moderne Sicherheitsscanner und innovative Spurkonzepte. Die Implementierung von APIDS ist ein wesentlicher Teil dieser Strategie, um die Kontrollprozesse für Passagiere am Flughafen Frankfurt konsequent weiterzuentwickeln. Laut Laukenmann bildeten die vom Bundesinnenministerium geschaffenen Rahmenbedingungen für die Zertifizierung den entscheidenden Grundstein für diese schnelle und erfolgreiche Umsetzung in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei.

Effizienzsteigerung für Passagiere

Für Reisende bedeutet der Einsatz der KI-Software vor allem eins: effizientere Abläufe an den Kontrollspuren. Durch die automatisierte Vorabprüfung der Bilder können Verdachtsfälle schneller identifiziert und der Durchlauf an den über 50 Scannern optimiert werden. Mit diesem weitreichenden Rollout unterstreicht der Frankfurter Flughafen seine Position als Innovationsführer in der internationalen Luftfahrtbranche.

Key-Facts zum neuen APID-System:

  • Technologie: Künstliche Intelligenz zur automatischen Erkennung verbotener Gegenstände.

  • Umfang: Einsatz an über 50 CT-Scannern in allen Terminals (inkl. Terminal 3).

  • Vorteil: Schnellere Bildauswertung und Unterstützung des Personals.

  • Sicherheit: Finale Entscheidungsgewalt bleibt beim Menschen.

  • Status: Erster Flughafen in Europa mit flächendeckendem Regelbetrieb.

Artikelempfehlung: SCHOTT AG Mainz erzielt 2,83 Mrd. Euro Umsatz

ABONNIERE UNS IN DEN SOZIALE MEDIEN