Polizeikontrolle in Groß-Gerau & Rüsselsheim – Die Verkehrssicherheitsarbeit bleibt ein zentraler Pfeiler der polizeilichen Aufgaben in Südhessen. Am Donnerstag, den 22. Januar 2026, führte die Polizeidirektion Groß-Gerau zwischen 13:00 und 17:30 Uhr einen großangelegten Kontrolltag durch. Unter Anleitung erfahrener Spezialisten wurden mobile Kontrollstellen am Theater in Rüsselsheim sowie auf der Bundesstraße 44 in Höhe des Falltorhauses bei Groß-Gerau eingerichtet. Die Bilanz der Beamten zeigt einen erheblichen Nachholbedarf bei der Verkehrssicherheit und Gesetzestreue einiger Verkehrsteilnehmer.
Massive Kontrollen und Rauschgiftverdacht
Insgesamt stoppten die Beamtinnen und Beamten im Kontrollzeitraum 184 Fahrzeuge und unterzogen 269 Personen einer genaueren Überprüfung. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Fahrtüchtigkeit. Bei acht Fahrern mussten Blutentnahmen angeordnet werden, da der dringende Verdacht auf den Einfluss von Rauschmitteln bestand. Entsprechende Drogenvortests reagierten positiv auf den Konsum von Kokain, Amphetamin oder Cannabis unmittelbar vor Fahrtantritt. Zusätzlich wurden zwei Fahrer festgestellt, die unter dem Einfluss von Alkohol am Straßenverkehr teilnahmen.
Erhebliche Sicherheitsmängel und nicht gesicherte Kinder
Besonders besorgniserregend war die Bilanz der Polizeikontrolle in Groß-Gerau und Rüsselsheim im Bereich der Insassensicherung. Die Ordnungshüter mussten insgesamt 19 Gurtverstöße ahnden. In drei Fällen handelte es sich dabei um Kinder, die völlig ohne jegliche Sicherung in den Fahrzeugen mitgeführt wurden – ein lebensgefährliches Versäumnis. Acht weitere Fahrzeugbesitzer erhielten Mängelanzeigen und müssen nun zeitnah nachweisen, dass die an ihren Autos festgestellten technischen Mängel behoben wurden.
Strafverfahren und Vermögensabschöpfung
Die Polizeikontrolle in Groß-Gerau und Rüsselsheim brachte zudem weitere Straftaten ans Licht. Vier Fahrer waren nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis; sie erwartet nun ein entsprechendes Strafverfahren. Ein ungewöhnlicher Erfolg gelang den Beamten zudem bei der Kontrolle eines Autotransports: Hier erhoben die Ordnungshüter eine Summe von 3.000 Euro mit dem erklärten Ziel der Vermögensabschöpfung, was auf Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Hintergründen hindeutet.
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