Der Mainzer Hauptbahnhof steht vor einer Generalüberholung. Als einer der ersten Standorte in ganz Deutschland profitiert die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt von einem neuen Sofortprogramm der Deutschen Bahn (DB). Das Ziel ist klar formuliert: Reisende sollen sich zwischen Gleisen und Empfangshalle nicht nur wohl, sondern vor allem sicher fühlen.
Sauberkeit als neue Priorität
Der Hauptbahnhof Mainz gehört zu den 25 ausgewählten Pilotstationen, die den Auftakt der bundesweiten Offensive markieren. Da Sauberkeit oft das erste Urteil der Fahrgäste bestimmt, verstärkt die Bahn hier ab sofort die Reinigungsintervalle. Mitarbeiter putzen nun häufiger und gründlicher, damit Müll und Verschmutzungen gar nicht erst zum Ärgernis werden.
Sicherheit durch Präsenz
Neben der Hygiene steht der Sicherheitsaspekt im Fokus. Die DB schickt künftig deutlich mehr Sicherheitspersonal auf Streife. Durch die erhöhte Präsenz in Uniform möchte das Unternehmen das Sicherheitsgefühl der Kunden stärken und potenzielle Konflikte frühzeitig entschärfen. Da der Bahnhof täglich tausende Menschen bewegt, gilt die sichtbare Aufsicht als wesentlicher Baustein für eine stressfreie Reise.
Handwerker-Teams jagen Graffiti am Hauptbahnhof Mainz
Bundesweit investiert die Bahn in diesem Jahr rund 50 Millionen Euro zusätzlich. DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder präsentierten das Paket am Dienstag in Berlin. „Unsere Bahnhöfe sind unsere Visitenkarte“, betonte Palla dabei.
Ein zentrales Element sind neue, mobile Handwerker-Teams. Diese Trupps reagieren schnell auf Schäden:
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Vandalismus: Graffiti werden zeitnah überstrichen.
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Instandsetzung: Defekte Glasscheiben oder kaputte Bänke werden sofort ersetzt.
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Frühjahrsputz: Die Zahl der Bahnhöfe mit intensivem Grundputz verdoppelt sich von 700 auf 1.400.
Ein Signal für die Zukunft
Obwohl das Programm gerade erst anläuft, sind die Erwartungen in Mainz hoch. Durch die Kombination aus verstärktem Reinigungspersonal und schnellen Reparaturteams soll der Bahnhof seinen Ruf als modernes Tor zur Stadt festigen. Da Mainz zu den ersten Profiteuren gehört, wird sich schon in den kommenden Wochen zeigen, wie effektiv die 50-Millionen-Euro-Investition im Alltag der Pendler ankommt.
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