Mainz feiert seine jüngsten Narren: Am Mittwoch, den 11. Februar 2026, laden das Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt und die Mainzer Kleppergarde 1856 e.V. zur 62. Ausgabe ihrer großen Kinderfastnacht in Mainz ein. Ab 15:11 Uhr verwandelt sich der Frankfurter Hof in der Augustinerstraße in eine bunte Hochburg für kleine Fastnachter. Da der Eintritt frei ist und jedes Kind zusätzlich eine Brezel sowie ein Getränk erhält, gehört die Veranstaltung zu den beliebtesten Terminen im Mainzer Fastnachtskalender.
Buntes Programm und Brauchtumspflege
Die traditionelle Veranstaltung verbindet ausgelassenes Feiern mit regionalem Brauchtum. Neben zahlreichen Tanzeinlagen und viel Musik steht vor allem das Kleppern im Fokus, das jedes Jahr über 100 Kindern nähergebracht wird. „Die Kinderfastnachtsveranstaltung mit Klepperwettbewerb ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Mainzer Fastnacht und ein wunderbares Beispiel dafür, wie gelebtes Brauchtum kindgerecht weitergegeben wird. Es ist wichtig, dass Kinder Gemeinschaft erleben und Traditionen spielerisch kennenlernen können. Ein großes Dankeschön an die Mainzer Kleppergarde, die dieses besondere Angebot Jahr für Jahr mit viel Engagement ermöglicht“, unterstreicht Jana Schmöller, Kinder- und Jugenddezernentin der Landeshauptstadt Mainz.
Wettbewerb und Maskenball für alle
Ein zentrales Element der Kinderfastnacht in Mainz ist der Klepperwettbewerb, bei dem Kinder einzeln oder in Gruppen ihr Geschick an den hölzernen Lärminstrumenten beweisen können. Teilnehmer müssen sich bis zum 09. Februar 2026 online anmelden, um in die Wertung für die attraktiven Preise aufgenommen zu werden. Wer nicht am Wettbewerb teilnehmen möchte, ist dennoch herzlich zum Maskenball eingeladen. Eine Anmeldung für den allgemeinen Besuch ist nicht erforderlich; die Veranstalter freuen sich auf originelle Verkleidungen und eine bunte Atmosphäre.
Geschichte des Klepperns in der Landeshauptstadt
Das Kleppern selbst ist ein uralter Volksbrauch, bei dem durch das Schlagen zweier Holzblättchen der Winter vertrieben werden soll. Dass dieser Brauch heute noch so lebendig ist, geht auf eine Wette aus den 1960er-Jahren zurück: Der damalige Bürgermeister Karl Delorme rief den Wettbewerb ins Leben, um zu beweisen, dass die Mainzer Jugend das Kleppern keineswegs verlernt hatte. Seitdem wird die Tradition im Rahmen der jährlichen Veranstaltung erfolgreich fortgeführt und durch die städtische Abteilung „Pädagogische Kultur- und Freizeitarbeit“ unterstützt.
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