StartMainzMainzer Feuerwehr kühlt Brandgut im Schnee

Mainzer Feuerwehr kühlt Brandgut im Schnee

Ein Küchenbrand durch gelagerte Batterien sorgte am Montagvormittag für einen Feuerwehreinsatz in der Mainzer Altstadt.

Ein Haufen alter und neuer Batterien sorgte am Montagmorgen, 12. Januar 2026, für einen gefährlichen Zwischenfall in der Mainzer Altstadt. Dank einer Löschdecke und kühlem Kopf verhinderte der Bewohner einen Großbrand, während die Mainzer Feuerwehr den Einsatz schließlich im Schnee beendete.

Mieter verhindert Wohnungsbrand in der Altstadt

Es ist der Albtraum jedes Bewohners: Man schließt die Wohnungstür auf und blickt in eine verrauchte Küche. Genau dieses Szenario erlebte ein Mieter am Montag gegen 10:30 Uhr in der Straße Am Winterhafen in der Mainzer Altstadt. Doch statt in Panik zu verfallen, handelte der Mann instinktiv richtig und bewahrte sein Zuhause vor den Flammen.

Batteriefach gerät in Brand

Die Ursache für den Rauch war schnell gefunden: In einem Küchenschrank waren gelagerte Batterien in Brand geraten. Warum sich die Mischung aus alten und neuen Energiespeichern plötzlich entzündete, ist bislang völlig unklar. Der Mieter griff jedoch sofort zu einer griffbereiten Löschdecke, hüllte das brennende Material ein und zog es aus dem Schrank. Durch diesen mutigen Einsatz unterband er die weitere Ausbreitung des Feuers auf die restliche Küchenzeile.

Taktik: Tür zu, Notruf wählen

Trotz des Teilerfolgs nahm die Rauchentwicklung weiter zu. Der Bewohner bewies jedoch auch hier Besonnenheit: Er schloss die Küchentür, um den Rauch einzudämmen, wählte den Notruf 112 und erwartete die Einsatzkräfte bereits vor dem Gebäude. Die Feuerwehr Mainz rückte mit 16 Kräften und vier Fahrzeugen an. Vor Ort nutzten die Brandschützer eine ungewöhnliche, aber effektive Methode zur Nachlöschung. Da Batterien und Akkus zu chemischen Kettenreaktionen neigen und immer wieder aufflammen können, brachten die Feuerwehrleute das Brandgut ins Freie. Dort betteten sie die rauchenden Reste in einer Löschdecke direkt in den vorhandenen Schnee, um sie nachhaltig herunterzukühlen.

Glück im Unglück

Die Bilanz des Vormittags fällt positiv aus: Keine Verletzten: Der Rettungsdienst untersuchte den Mieter vorsorglich, konnte ihn aber unverletzt entlassen. Wohnung bewohnbar: Nach 45 Minuten Lüftungszeit durch die Feuerwehr konnte der Mann zurück in seine Räume. Geringer Schaden: Nur der Schrank und einige darin gelagerte Dinge wurden beschädigt.

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