Freizeittipps in Mainz: Die schönsten Orte zum Spazieren und Verweilen

Gutenbergplatz Mainz | Quelle: Wikipedia
Gutenbergplatz Mainz | Quelle: Wikipedia

Mainz zeigt sich im Sommer von seiner besonders einladenden Seite. Parks, Plätze und Promenaden laden zu Spaziergängen in der Sonne ein, Cafés und Eisdielen bieten Erholungspausen im Freien. Ob mitten in der Altstadt oder direkt am Rhein: Die Landeshauptstadt hält zahlreiche Orte bereit, an denen sich der Sommer genießen lässt. Eine Auswahl der schönsten Plätze – vom Wochenmarkt bis zur Zitadelle.

1) Schillerplatz und Fastnachtsbrunnen

Der Schillerplatz gehört zu den klassischen Flaniermeilen der Innenstadt. Bei gutem Wetter laden Cafés und zahlreiche Sitzbänke zum Verweilen ein, umgeben von denkmalgeschützten Gebäuden. Mittelpunkt des Platzes ist der Fastnachtsbrunnen. Entworfen wurde er von Professor Blasius Spreng aus München und dem Mainzer Architekten Helmut Gräf.

Der rund neun Meter hohe Bronzeturm erhebt sich aus einem Becken aus rotem Sandstein. Auf ihm sind rund 200 Einzelfiguren dargestellt – darunter Vater Rhein, der Mönch, die Katze, Till Eulenspiegel, die Stadtgöttin Mogontia, der Sackwäscher oder der Paragrafenreiter. Eine Vielzahl fantasievoller Motive, die die Mainzer Fastnacht widerspiegeln. „Sie bringen nicht nur das besondere Wesen der Mainzer Fastnacht, sondern auch den Geist der traditionellen Stadt Mainz auf unnachahmliche Weise zum Ausdruck“, heißt es bei mainz-tourismus.com.

2) Gutenbergplatz

Auch der Gutenbergplatz eignet sich zum Schlendern, Eis essen oder für eine Pause im Café. Prägend ist die Statue von Johannes Gutenberg, entworfen 1837 vom dänischen Bildhauer Berthel Thorvaldsen. Zur Einweihung wurde damals drei Tage lang gefeiert. Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks, ist dort „bärtig, vornehm gekleidet, mit Bibel und Drucktypen in der Hand“ dargestellt, wie mainz-tourismus.com schreibt.

Direkt gegenüber befindet sich das Staatstheater Mainz. Mit seinem vielfältigen Programm aus Tanz-, Theater-, Konzert- und Opernaufführungen prägt es den Platz zusätzlich.

3) Markt am Dom

Der Mainzer Markt ist vor allem für seinen großzügigen Platz bekannt, auf dem dreimal pro Woche der Wochenmarkt stattfindet. Zwischen Marktständen, Läden und Cafés lässt es sich mit Blick auf den Dom bummeln oder verweilen.
„Mitten im Stadtzentrum auf den malerischen Domplätzen lässt es sich trefflich einkaufen, flanieren und genießen“, so die Stadt Mainz.

Der Wochenmarkt findet dienstags, freitags und samstags jeweils von 7 bis 14 Uhr statt. Für viele Mainzerinnen und Mainzer gehört auch das Marktfrühstück fest zum Stadtleben.

4) Neubrunnenplatz und Neuer Brunnen

Beim Spaziergang durch die Innenstadt stößt man auf zahlreiche Baudenkmäler – darunter den Neubrunnenplatz mit dem Neuen Brunnen. Errichtet wurde er zwischen 1724 und 1726 von Baumeister Johannes Weydt. Die Reliefs stammen von Franz Matthias Hiernle, die Figuren von Josef Scholl. Diese wurden allerdings erst bei einer Renovierung im Jahr 1828 ergänzt, wie die Stadt Mainz informiert.

Zuletzt saniert wurde der Brunnen 2002. Heute steht er „in seiner ganzen Schönheit als beredtes Zeugnis barocker Selbstdarstellung inmitten des geschäftigen Bleichenviertels“. Rund um den Platz laden Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Jeden Mittwoch ergänzt ein wöchentlicher Weinstand das Angebot – mit Schorle, Riesling, Grau- oder Spätburgunder.

5) Kirschgarten in der Altstadt

Der Kirschgarten zählt zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Fachwerkhäuser, ein historischer Brunnen und enge Gassen prägen das Bild. Gleichzeitig ist das Viertel ein Ziel für Shopping-Fans: In kleinen Läden rund um den Kirschgarten und in der Augustinergasse reicht das Angebot von Taschen und Schuhen über Eis und italienische Spezialitäten bis hin zu Brillen und Schals.

6) Die Mainzer Zitadelle

Die Zitadelle bietet Raum für Spaziergänge, Picknicks und Ausblicke über die Stadt. Einmal im Jahr ist sie zudem Schauplatz des Open-Ohr-Festivals mit Musik und Kunst. Außerhalb der Festivalzeiten gibt es zwar keine Geschäfte, das historische Flair der ehemaligen Festungsanlage prägt den Ort dennoch.

Auf der Mauer sitzend lässt sich der Blick über Mainz genießen – oft begleitet von einem Bier oder einer Weißweinschorle. Einmal im Monat werden Führungen angeboten. Sie dauern rund 90 Minuten und kosten 8 Euro für Erwachsene sowie 4 Euro für Kinder bis 14 Jahre.

7) Volkspark und Stadtpark

Der Volkspark ist eine grüne Oase abseits des Innenstadttrubels. Liegewiesen, alter Baumbestand und zahlreiche Freizeitangebote machen ihn besonders vielseitig: Abenteuerspielplatz, Basketballfeld, Wasserspielplatz, Boulebahnen, Tischtennisplatten, Rollschuhbahn, Minigolfplatz, Café und ausgewiesene Grillplätze. Wichtig für viele Besucherinnen und Besucher: Grillen ist auf der Grillwiese ausdrücklich erlaubt.

Eine besondere Attraktion ist die Mini-Eisenbahn, die den ganzen Tag durch den Park fährt. „Sie lässt vor allem Kinderherzen höher schlagen“, schreibt die Stadt Mainz. Direkt angrenzend liegt der Stadtpark mit Rosengarten und Vogelhaus, in dem unter anderem Flamingos zu sehen sind.

8) Malakoff-Terrasse und Winterhafen

Nicht nur die Innenstadt bietet attraktive Aufenthaltsorte – Mainz lebt auch vom Rhein. An der Malakoff-Terrasse und am Winterhafen laden zahlreiche Bänke mit Blick auf den Fluss und das gegenüberliegende Ufer zum Verweilen ein. Hier lassen sich Schiffe beobachten, Freunde treffen oder laue Abende bei Pizza, Grillgut, Bier oder Weinschorle verbringen.

Dank Kiosken und eines nahegelegenen Rewe-Supermarkts können sich auch Kurzentschlossene versorgen. Wer den Abend verlängern möchte, findet im angrenzenden Kulturzentrum KUZ eine Adresse für Konzerte und Partynächte.

9) Rheinuferpromenade Mainz-Kastel

Auf der anderen Rheinseite, erreichbar über die Theodor-Heuss-Brücke, liegt die Rheinuferpromenade Mainz-Kastel. Besonders beliebt ist der Blick zurück auf die Mainzer Innenstadt – etwa bei einem Aperol Spritz oder einem Weizen im Liegestuhl am Kasteler Sandstrand.

Auch hinter dem Ufer gibt es Sehenswertes: die Reduit-Kaserne aus dem frühen 19. Jahrhundert. „Kinder, Jugendliche und Erwachsene treffen sich hier bei Live-Konzerten, Festivals sowie Kinder- und Sportfesten“, heißt es auf der Website der Landeshauptstadt. Im Museum Castellum wird zudem die über 2000-jährige Geschichte Kastels präsentiert.

Mainz-Kastel gehört übrigens nicht zur Stadt Mainz, sondern wird treuhänderisch von Wiesbaden verwaltet. Wer den Ausflug kulinarisch abrunden möchte, findet in der Bastion von Schönborn eine Einkehrmöglichkeit.

Artikelempfehlung: Top Sehenswürdigkeiten in Mainz