Wenn über der Schlei Nebelschwaden hängen und der erste Frost die Dächer zum Glitzern bringt, zeigt Schleswig seine ruhige, traditionsreiche Seite. Die Stadt, deren Wurzeln bis in die Zeit der Wikinger reichen, verbindet im Spätherbst und Winter historische Kulissen mit kulturellen Angeboten und regionalen Besonderheiten. Informationen zu Veranstaltungen und buchbaren Unterkünften gibt es unter www.ostseefjordschlei.de. Vier Empfehlungen für die kalte Saison:
1. Stadtmuseum mit Weihnachtsmarkt
Im Stadtmuseum Schleswig begegnet man über 1.200 Jahren Stadtgeschichte – von der Wikingersiedlung Haithabu über das Zeitalter der Gottorfer Herzöge bis zum deutsch-dänischen Konflikt. Am letzten Novemberwochenende wird das Gelände zum Schauplatz eines renommierten Weihnachtsmarktes, auf dem ausgewähltes Kunsthandwerk im Mittelpunkt steht.
2. St. Petri Dom und Schwahlmarkt
Der St. Petri Dom, beinahe 900 Jahre alt, prägt das Stadtbild. Besonders beeindruckend: der dreiflügelige Brüggemann-Altar aus dem Jahr 1521 mit rund 400 Eichenholzfiguren. Im Kreuzgang des Doms findet vom 6. bis 14. Dezember der Schwahlmarkt statt – einer der atmosphärischsten Weihnachtsmärkte im Norden. Ergänzend lockt der Weihnachtsmarkt auf dem Capitolplatz in der Innenstadt von Ende November bis Ende Dezember.
3. Fischersiedlung Holm
Die historische Fischersiedlung Holm – „kleine Insel“ im Dänischen – entstand um das Jahr 1000. Bis ins 20. Jahrhundert war sie vom Holmer Noor getrennt und bot optimale Bedingungen für die Fischverarbeitung. Heute gehört der Holm zum Stadtgebiet, hat seinen eigenständigen Charakter jedoch bewahrt: Rund um einen kleinen Friedhof gruppieren sich die traditionellen Fischerhäuser eng aneinander.
4. Kulturherbst Schleswig
Bis Ende November 2025 präsentiert der Kulturherbst über 100 Veranstaltungen – Konzerte, Lesungen, Workshops und mehr. Zu den Höhepunkten zählen eine musikalische Lesung mit Schauspieler Roman Knizka und dem Ensemble Opus 45 im St. Petri Dom sowie das Soloprogramm „Punk is Dad – Anarchie und Elternzeit“ von Jochen Prang in „Krögers Heimat“.





