Was kann der Thermomix TM7, was der TM6 nicht kann?

Der Thermomix TM7 sieht ganz anders aus als seine Vorgänger. © Vorwerk/Andreas Reimann
Der Thermomix TM7 sieht ganz anders aus als seine Vorgänger. © Vorwerk/Andreas Reimann

Sechs Jahre nach dem erfolgreichen TM6 hat Vorwerk im Februar 2025 den Thermomix TM7 vorgestellt. Das neue Modell bringt ein überarbeitetes Design, ein größeres Display sowie zahlreiche technische und digitale Neuerungen mit sich. Doch ist der Schritt zum neuen Modell gerechtfertigt – insbesondere für Nutzerinnen und Nutzer des Vorgängers?

Bestellstatus und Lieferzeiten

Seit seiner Ankündigung ist der TM7 exklusiv über den Online-Shop von Vorwerk erhältlich. Allerdings müssen Käufer aktuell mit einer Lieferzeit von rund 23 Wochen rechnen (Stand: 17. April). Der Preis für das neue Modell liegt bei 1549 Euro. Enthalten sind neben dem Gerät ein Mixtopf, die Varoma-Station, Gareinsatz, Spatel und Rühraufsatz. Zusätzlich erhalten Kundinnen und Kunden drei Monate kostenlosen Zugriff auf die Rezeptplattform Cookidoo. Der TM6 wird im Shop nicht mehr angeboten.

Technische Neuerungen auf einen Blick

Der TM7 wurde laut Vorwerk technisch von Grund auf neu entwickelt – einzig das Mixmesser blieb unverändert. Auffällig ist das neue schwarze Gehäuse sowie die geriffelte Oberfläche des Mixtopfes, die für besseren Halt sorgen soll. Das zentrale Bedienelement ist nun ein 10-Zoll-Multi-Touch-Display, das den bisherigen 6,8-Zoll-Bildschirm und den Drehknopf ersetzt. Die neue Benutzeroberfläche ist übersichtlicher und intuitiver gestaltet.

Im Inneren arbeitet jetzt ein effizienter und deutlich leiserer Synchronmotor. Während der TM6 auf niedriger Stufe noch 63 Dezibel erreichte, ist der TM7 mit nur 30 Dezibel auf der gleichen Stufe kaum zu hören. Auch auf höheren Stufen ist das Betriebsgeräusch spürbar reduziert. Ein neuer elektronischer Motorschutz verlängert zudem die Lebensdauer des Geräts.

Neue Kochmodi und Temperatureinstellungen

Der TM7 bietet eine verbesserte Temperaturkontrolle sowie einen neuen „Offenes Kochen“-Modus, bei dem ohne Deckel bis zu 100 Grad gekocht werden kann. Mit Deckel bleibt es wie beim TM6 bei maximal 120 Grad. Damit lassen sich neue Kochtechniken umsetzen – darunter erstmals auch das scharfe Anbraten.

Smarter kochen dank neuer Features

Der Thermomix TM7 hebt das digitale Kocherlebnis auf ein neues Niveau. Dank tieferer Integration mit Cookidoo sowie der Kompatibilität mit Smartphones und PCs werden Rezeptsuche, -planung und -anpassung einfacher denn je. Nutzerprofile ermöglichen es, individuelle Vorlieben zu speichern und darauf abgestimmte Rezeptvorschläge zu erhalten.

Ein Highlight ist der sogenannte „Digitale Zwilling“. Diese Funktion zeigt Kochprozesse in Echtzeit an und unterstützt Schritt für Schritt mit interaktiven Anleitungen – von der Zutatenabmessung bis zur Temperaturwahl.

Zukünftige Software-Updates geplant

Vorwerk hat bereits angekündigt, dass der TM7 in Zukunft per Software-Update um KI-basierte Assistenzfunktionen und Sprachsteuerung erweitert werden soll. Diese sind zum Marktstart zwar noch nicht aktiv, könnten jedoch das Kocherlebnis weiter individualisieren und vereinfachen.

Größeres Volumen für mehr Flexibilität

Das neue Varoma-System des TM7 ist 45 Prozent größer als das seines Vorgängers. Dadurch passen nun auch größere Lebensmittel wie ganze Spargelstangen bequem hinein. Für Familien oder Meal-Prepping-Fans stellt dies einen echten Mehrwert dar.

TM6 vs. TM7: Was bleibt, was ist neu?

Im direkten Vergleich behalten beide Modelle ihre starke Heizleistung von 1000 Watt und die variable Drehzahl von 40 bis 10.700 U/min bei. Auch der Mixtopf mit einem Fassungsvermögen von 2,2 Litern bleibt unverändert. Unterschiede zeigen sich vor allem im Design, der Bedienung und der digitalen Ausstattung: Der TM7 verzichtet auf den Drehknopf, punktet mit einem größeren Touchscreen, leisem Motor, nachhaltiger Bauweise (30 Prozent recycelte Materialien) und neuen smarten Funktionen.

Kritikpunkte und Nutzerstimmen

Der neue Look in Schwarz wirkt hochwertiger und kommt gut an. Auch das größere Display und die KI-Vorbereitung sorgen für positive Reaktionen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Zubehör älterer Modelle ist nicht vollständig kompatibel. Zudem empfinden manche Nutzer den Schritt vom TM6 zum TM7 als zu klein – insbesondere angesichts des hohen Preises.

Fazit: Für wen lohnt sich der Umstieg?

Der Thermomix TM7 ist zweifellos ein modernes, technisch und optisch verbessertes Küchengerät. Wer Wert auf smartes Kochen, leisere Arbeitsweise und zukünftige KI-Funktionen legt, findet im TM7 ein zukunftssicheres Modell. Besitzerinnen und Besitzer eines TM6, die mit ihrem Gerät zufrieden sind, müssen jedoch nicht zwingend umsteigen. Für sie bietet Vorwerk immerhin ein Upgrade-Angebot an, wenn der TM6 kürzlich erworben wurde.

Unterm Strich ist der TM7 eine gelungene Weiterentwicklung – vor allem für Neulinge oder technikaffine Nutzer ein spannender Einstieg in die Welt des digitalen Kochens.