Im Herbst sollen hunderte Soldaten aus Amerika in Deutschland eintreffen. Das teilte der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin am Dienstag (13. April 2021) nach seinem Treffen mit der deutschen Verteidigungsministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, in Berlin mit. Insgesamt sollen 500 Soldaten im Raum Wiesbaden stationiert werden.


Soldaten kommen, um „wenn nötig zu kämpfen“

„Diese Truppen werden die Abschreckung und Verteidigung in Europa stärken“, sagte Austin. Man würde die Soldaten nach Deutschland schicken, um Konflikte zu verhindern „und wenn nötig, um zu kämpfen und zu siegen“, betonte der Verteidigungsminister.

Unter anderem solle mit der Stationierung die Cyber-Abwehr und elektronische Kriegsführung in Europa gestärkt werden. Zudem sei dies auch als Zeichen und Bekenntnis der Vereinigten Staaten zu Deutschland zu verstehen, erklärte Lloyd Austin.

Kramp-Karrenbauer: „Starkes Zeichen“

Annegret Kramp-Karrenbauer bezeichnete die Stationierung als „starkes Zeichen auch der Verbundenheit“. Die Soldaten und ihre Familien sollen hier in Deutschland eine gute zweite Heimat finden. Dafür werde man alles tun, betonte die Verteidigungsministerin.

Im vergangenen Sommer hatte Donald Trump bekannt gegeben, dass er rund 12.000 der 35.000 in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten abziehen will. Dies sollte als Strafaktion für die aus seiner Sicht zu niedrigen Ausgaben der Deutschen für das Militär sein. Dieser Truppenabzug wurde bereits von seinem Nachfolger Joe Biden gestoppt. Dass nun sogar noch weitere 500 Soldaten hinzukommen, schien aber doch überraschend zu sein.