Am Dienstag (31. August 2021) kam es gegen 19:30 Uhr zu einem Unfall an der Schleuse Kostheim. Ein 4000 Tonnen Schubverband mit insgesamt 181m Länge fuhr nach dem Schleusenvorgang aus der Südkammer als Bergfahrer heraus. Hierbei fuhr der Kapitän aufgrund eines Fahrfehlers gegen die Schleusenwand.


Erhebliche Schäden an der Schleusenwand

Durch den Zusammenstoß kam es zum Drahtbruch von einem der vier Koppeldrähte des Schubverbandes. Der gebrochene Koppeldraht wurde nach dem Unfall ordnungsgemäß durch die Schiffsbesatzung ersetzt. Bis auf eine gebrochene Stahl-Scheuerleiste war die Außenhaut des Schubverbandes nicht beschädigt, so dass die Schwimmfähigkeit nicht beeinträchtigt war. Das Schiff konnte die Fahrt nach der Unfallaufnahme fortsetzen.

An der Schleusenwand kam es zu erheblichen Stahlverformungen und Rissen. Das Schleusentor wurde nach bisherigem Kenntnisstand nur leicht beschädigt. Die Südkammer der Schleuse konnte nach der Unfallaufnahme wieder in Betrieb gehen.

Die Schiffsunfallaufnahme und Sachbearbeitung erfolgt durch die zuständige Wasserschutzpolizeistation Wiesbaden.