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40 weitere Wiesbadener Busse erhalten Frontkameras

Jagd auf Falschparker: Wiesbaden rüstet 40 weitere ESWE-Busse mit Frontkameras zur Überwachung von Busspuren aus.

Wiesbaden News – Wer verbotswidrig auf Busspuren oder an Haltestellen parkt, muss in Wiesbaden künftig mit deutlich mehr Gegenwind rechnen. Der Mobilitätsausschuss der Landeshauptstadt hat am Donnerstagabend beschlossen, das Erfolgsprojekt der Frontkameras an Linienbussen massiv auszuweiten. 40 zusätzliche Fahrzeuge der ESWE Verkehr werden mit der Technik ausgestattet, um Verkehrsbehinderungen digital zu dokumentieren.

Erfolg der Testphase führt zur Ausweitung

Bisher waren bereits 14 Busse im Stadtgebiet unterwegs, die während der Fahrt Parkverstöße auf Sonderspuren erfassten. Die positiven Ergebnisse der Testphase haben die Stadtpolitik nun überzeugt, die Kapazitäten fast zu vervierfachen. Ziel der Maßnahme ist es, den öffentlichen Nahverkehr pünktlicher und zuverlässiger zu machen.

Silas Gottwald, Fachsprecher für Mobilität der Wiesbadener SPD-Rathausfraktion, begrüßt die Entscheidung: „Das ist ein weiterer Schritt hin zu einem besseren Verkehrsfluss in unserer Stadt. Auch die überwältigende Mehrheit der Busfahrer schätzt das neue Instrument.“

So funktioniert die digitale Überwachung in den Wiesbadener Bussen

Die Kameras an der Front der Busse erfassen automatisch Fahrzeuge, die:

  • Busspuren blockieren: Was oft zu massiven Verspätungen im Taktverkehr führt.

  • An Haltestellen parken: Was das sichere Ein- und Aussteigen, insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen, erschwert.

Die aufgenommenen Daten dienen der Dokumentation von Ordnungswidrigkeiten und werden zur weiteren Bearbeitung an die Verkehrsüberwachung übermittelt. Damit soll ein dauerhafter Lerneffekt bei Autofahrern erzielt werden, die Haltestellen kurzzeitig als Parkplatz missbrauchen.

Mehr Sicherheit und Pünktlichkeit

Neben dem reinen Verkehrsfluss steht vor allem die Sicherheit im Fokus. Blockierte Haltestellen zwingen Busfahrer oft dazu, in zweiter Reihe zu halten, was gefährliche Situationen für Fahrgäste und den nachfolgenden Verkehr heraufbeschwört. Mit der Ausweitung auf insgesamt 54 kameragestützte Busse deckt die ESWE nun einen signifikanten Teil des Liniennetzes ab, um diese Gefahrenstellen systematisch zu reduzieren.

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