Ein Vorfall der Marke „filmreif“ beschäftigte am Freitag (13.03.2026) die Polizei in Wiesbaden und Karlsruhe. Ein 15-jähriger Jugendlicher entwendete in den frühen Morgenstunden einen Linienbus von einem Betriebsgelände in Mainz-Kastel und legte damit eine beachtliche Strecke zurück – alles für einen ganz speziellen „Schulbus-Service“.
Der Diebstahl vom Betriebsgelände in Mainz-Kastel blieb zunächst unbemerkt
Der vollgetankte Bus war in der Nacht auf dem Betriebsgelände in der Anna-Birle-Straße in Mainz-Kastel abgestellt worden. Zwischen 03:00 Uhr und 05:50 Uhr verschaffte sich der 15-jährige Mainzer Zutritt zum Gelände. Er öffnete das Fahrzeug gewaltlos und startete es mit einem Generalschlüssel.
Obwohl Mitarbeiter das Fehlen des Busses gegen 06:00 Uhr bemerkten, wurde die Polizei erst gegen Mittag eingeschaltet. Der Grund: Die Firma ging zunächst von einem internen Versehen aus und vermutete, dass ein eigener Busfahrer schlicht in das falsche Fahrzeug gestiegen war.
Zielort Karlsruhe: Freundin zur Schule gebracht
Die polizeilichen Ermittlungen führten schnell auf die Spur des Fahrzeugs in Richtung Süden. Eine Polizeistreife entdeckte den Bus schließlich im Stadtgebiet von Karlsruhe. Am Steuer saß der 15-Jährige, der kurz zuvor seine 14-jährige Freundin eingesammelt hatte, um sie pünktlich zum Unterricht zu bringen.
Ermittlungen laufen
Wie der Jugendliche in den Besitz eines funktionsfähigen Generalschlüssels für den Linienbus gelangte, ist derzeit noch völlig unklar und Gegenstand der eingeleiteten Ermittlungen. Der Bus konnte dem Unternehmen vor Ort unbeschädigt zurückgegeben werden.
Der 15-jährige „Busfahrer“ wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Auf ihn kommt nun ein umfangreiches Nachspiel zu: Die Wiesbadener Polizei leitete Strafverfahren wegen Diebstahls sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.




