190 Tonnen Hilfsgüter wie Lebensmittel, Hygieneartikel, Windeln, Babynahrung, Schlafsäcke, Decken, Medikamente und medizinisches Material haben bereits die Ukraine, Rumänien und Ungarn erreicht. Hier werden sie von den Partnern der Johanniter direkt verteilt und für die Versorgung von ankommenden Flüchtlingen genutzt.

Lieferung nach Kiew nicht mehr möglich

„Allerdings machen uns die fortwährenden Kampfhandlungen große Sorgen“, sagt Ulrich Kraus, Johanniter-Koordinator für die Hilfstransporte. „Bis nach Kiew können wir schon nicht mehr liefern. In Richtung Osten wird aktuell noch Schitomyr angesteuert. Aber wie lange das noch geht, wissen wir nicht.“

Deshalb sondiert gerade ein Experten-Team der Johanniter in der Republik Moldau und Rumänien, ob wir über diesen Weg verstärkt Hilfsgüter in die Ukraine bringen können. Ein erster Transport über die rumänische Grenze hat bereits Chust, einen Grenzort im Südwesten der Ukraine, erreicht.

„Für die kommende Woche sind weitere sechs Transporte eingeplant, die in Rumänien, der Republik Moldau und der Ukraine die Versorgung sicherstellen sollen“, so Kraus weiter. Denn gerade in diese Region strömen vermehrt Flüchtlinge. „In der Republik Moldau kommen schon jetzt im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Flüchtlinge an, als in jedem anderen Nachbarland,“ sagt Magdalena Kilwing, Leiterin der Nothilfe bei der Johanniter-Auslandshilfe. „Gemeinsam mit unserem Partner vor Ort werden wir uns deshalb verstärkt auf die Unterstützung in dieser Region fokussieren.“


Unterkünfte für Geflüchtete

„Es ist ein Einsatz, wie wir ihn noch nie erlebt haben. Was als Auslandseinsatz begann, wird sehr bald uns alle unmittelbar betreffen und fordern. Denn die Folgen dieses Krieges werden in ganz Europa und auch bei uns spürbar sein“, sagt Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

„Den Menschen eine Perspektive für ein neues Leben in Deutschland oder den Nachbarländern zu geben, ist eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Dies wird auch uns Johanniter in Deutschland an allen Stellen fordern und unseren vollen Einsatz verlangen.“

So helfen die Johanniter beispielsweise den ungarischen Johannitern bei der Ausstattung von Unterkünften für Flüchtlinge. Bereits mehr als 200.000 Menschen sind hier schon angekommen. Finanziert durch die Europäische Investitionsbank beschaffen die ungarischen Johanniter gerade Waschmaschinen, Betten, Decken Küchenausstattung und weitere Hilfsmittel, um den ankommenden Flüchtlingen ein würdigeres Ankommen zu ermöglichen.

Spenden für Betroffene

Die Johanniter und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die Betroffenen der Ukraine-Krise auf:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Stichwort: „Ukraine“
IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00 (Bank für Sozialwirtschaft)

Aktion Deutschland Hilft
Stichwort: „Ukraine“
IBAN: DE62 3702 050000001020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)