Auf einem ehemaligen Fichtenstandort im Binger Stadtwald nahe der Kaltwasserstraße, der aufgrund von Borkenkäferbefall vorzeitig geräumt werden musste, findet sich nun eine Neukultur aus 10.000 Eichen. Eigentlich kein Novum, denn dort wo im Stadtwald der Klimawandel und sommerliche Dürreperioden zuschlagen, wird seitens des kommunalen Forstbetriebs der Stadt Bingen die Aufforstung von trockenheitstoleranten Baumarten vorangetrieben. Hier aber haben sich zwei zusammengetan, denen das Engagement im heimischen Wald besonders am Herzen liegt.


Für Nachhaltigkeit engagieren

Die Stadt Bingen als Waldbesitzer hat das Interesse, ihren Wald als Naherholungsraum, Ressourcenspeicher und Lieferanten von Ökosystemleistungen für die Zukunft zu wappnen, das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim möchte sich für Nachhaltigkeit engagieren.

„Die Resonanz in unserer Firma über die Möglichkeit sich auch regional zu engagieren war groß“, so Stefan Schmidt, Logistikleiter der Firma. Die Kosten für die Beschaffung und Pflanzung der 10.000 Sämlinge im Alter von zwei Jahren wurden von Boehringer Ingelheim übernommen. Und auch zukünftig will das familiengeführte Unternehmen mit Mitarbeitern am generationengerechten Umbau des Binger Stadtwaldes beteiligt sein.

„Ich freue mich sehr, dass neben der Zivilgesellschaft auch die Wirtschaft ihr Engagement für den Wald entdeckt und den Folgen des Klimawandels aktiv begegnet“, so Jens Voll, Beigeordneter der Stadt und Forstdezernent. Zukünftig sollen die Abteilungen von Boehringer Ingelheim ihre Team-Events mit Bildungsangeboten und tatkräftigen Arbeitseinsätzen von ausgewählten Forstarbeiten im Binger Stadtwald verbringen können.

„Das ist ein wirklich beispielhaftes Vorgehen, wie man Nachhaltigkeit regional unterstützt und das Ökosystem fördert. Mein herzlichster Dank geht daher an Boehringer Ingelheim, die mit dieser Aktion dazu beiträgt, unseren Binger Stadtwald lebendig zu halten“, so Oberbürgermeister Thomas Feser.