Der Weihnachtsbaum ist ein wertvolles Naturprodukt und vielseitig verwertbar. Als Wertstoff findet er nach Weihnachten über die kommunal angebotenen Verwertungswege noch einen Nutzen und dient so der Kompost- oder Energieerzeugung. Auch Tiere wie Ziegen und Schafe erfreuen sich nach den Festtagen an den grünen Zweigen. Wer handwerklich begabt ist, kann den Stamm zum Heimwerken und Basteln nutzen.

Ist die Weihnachtszeit vorbei, stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Verwertung des Weihnachtsbaums

Nachdem er das Heim und seine Bewohner in Weihnachtsstimmung versetzt hat, muss beim Gedanken daran keine Reue oder gar ein schlechtes Gewissen aufkommen. Denn als ökologischer Roh-, Werk- und Brennstoff bleibt der Baum weiterhin nützlich.

Die naheliegende Form der Verwertung ist die über kommunale Entsorgungsbetriebe. Je nach Region holen die Betriebe den Baum an bestimmten Tagen ab oder weisen Sammelstellen aus. Man kann ihn aber auch selbst bei Grünannahmestellen und Wertstoffhöfen abgeben. Mancherorts bessern Freiwillige Feuerwehren, Pfandfinder oder weitere Vereine durch Spenden, die sie für die Abholung erhalten, ihre Vereinskassen auf.

Durch eine anschließende Kompostierung der Bäume entsteht neue, fruchtbare Erde. Häufig dienen die Bäume der Gewinnung von Strom und Fernwärme. Die Stadt Berlin versorgt mit Hilfe von jährlich rund 350.000 anfallenden Weihnachtsbäumen rechnerisch 500 Haushalte ein Jahr lang mit Wärme und Strom. „Da die Bäume bei der thermischen Nutzung nur so viel CO2 abgeben, wie sie während ihres Wachstums aufgenommen haben, belasten sie das Klima nicht und ersetzen sogar noch fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas“, kommentiert Benedikt Schneebecke, Vorsitzender des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum.

Auch nicht verkaufte Weihnachtsbäume leisten wertvolle Dienste

Steht am 24.12. noch eine große Auswahl abgesägter Weihnachtsbäume bei den Erzeugern oder in den Verkaufsständen, mag sich der ein oder andere wundern, was mit jenen Bäumen passiert, die keinen Weg ins Wohnzimmer fanden.

Häufig schreddern Produzenten die unverkauft gebliebenen Weihnachtsbäume, da der daraus entstehende Mulch in den Anbauboden zurückgeführt werden kann, wo er als Dünger fungiert. Hackschnitzel aus nicht verkauften Bäumen finden zunehmende Verwendung in Heizkraftwerken für die Energie- und Wärmegewinnung. Und nicht nur bei den Produzenten finden die vermeintlich vergebens geschlagenen Bäume eine sinnvolle Verwendung, auch bei Wildgehegen, Tierparks und Zoos ist das Nadelgrün gerne gesehen.

Tiere haben den natürlichen Weihnachtsbaum zum Fressen gern

Für manche Tiere sind die Bäume wegen des süßen Harzes ein echter Leckerbissen. Schafe, Ziegen und Elefanten knabbern gerne an den Bäumen herum. Sorgfältig von Baumschmuck befreit, eignen sich ehemalige Weihnachtsbäume also als Snack für so manchen Vierbeiner. Zoos hingegen nutzen aus Sicherheitsgründen ausschließlich Bäume von Händlern, die nicht verkauft worden sind. Manche Angelvereine verwenden die umgekehrten Bäume kreativ als Brutstätte für Fische.

Auch mancher Zweibeiner freut sich über den ausrangierten Baum. Gartenfans mulchen mit den geschredderten Ästen des ehemaligen Christbaums die Erde unter Hecken und nutzen den entasteten Stamm im Frühjahr als Rank- und Kletterhilfe. Auf der Website www.vnwb.de finden sich außerdem Tipps für kreatives Upcycling, um aus dem Baum einen Küchenquirl, Kleiderhaken oder Schmuckständer herzustellen.

Über den Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V.

Der Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. vereinigt mittelständische und führende Weihnachtsbaumerzeuger mit dem Ziel, den traditionellen, natürlich gewachsenen Weihnachtsbaum zu fördern. Der Verband ist unabhängig und nicht gebunden an Baumarten oder Herkunftsregionen. Er arbeitet eng mit supranationalen, nationalen und regionalen Verbänden zusammen.