Gastautor Dominik Sedlmeier: Derzeit gibt es eine Gruppe von Klimaaktivisten, die Gemälde mit Nahrungsmitteln verunreinigen und sich an der Wand oder auch auf der Straße festkleben. Doch ist das der richtige Weg? Anscheinend nicht, denn viele Politiker wollen, dass die Klima-Kleber für ihre Taten sanktioniert werden. Die Gruppe der Klimaaktivisten hat sich den Linksextremen angeschlossen und verurteilt diejenigen, die sich „normal“ für den Klimaschutz einsetzen. Ist es richtig, den Klima-Klebern Öffentlichkeit zu geben?

Was läuft derzeit in Deutschland schief?

Eine Gruppe von Klimaaktivisten, die sogenannten Klima-Kleber, erregen derzeit viel Aufsehen in den Medien. Gleichzeitig sorgen sie für eine Spaltung Deutschlands. Einige Menschen finden ihre Aktionen gut, andere nicht. Auch Politiker setzen sich für eine härtere Bestrafung dieser Klima-Kleber ein, die vorsätzlich Kulturgut zerstören. Indem sie bekannte Kunstwerke in Museen mit Tomatensuppe oder Kartoffelbrei beschmeißen und sich danach an die Wand kleben, wollen sie auf die Drastik des Klimawandels aufmerksam machen. So versuchen sie, die Menschen von gewöhnlichen Aktivitäten wie dem Museumsbesuch abzuhalten und sie zu überzeugen, sich mehr um Klima und Umwelt zu sorgen. Glücklicherweise sind die Gemälde in den Museen im Normalfall mit einer Glasscheibe gesichert und erleiden durch diese Aktionen keinen großartigen Schaden.

Eine andere Sorte der Klima-Kleber klebt sich auf Straßen fest und verhindert dadurch den Verkehr

So kam es in den letzten Wochen vermehrt zu Unfällen. Das Verhalten der Klima-Kleber ist eine Art von Terror. Sie führen einen klaren Angriff auf Objekte aus und schrecken nicht einmal vor dem Risiko zurück, dass Menschen durch ihre Aktionen verletzt oder sogar getötet werden können. Das zeigt auch das Beispiel einer verunglückten Radfahrerin. Sie ist während einer Demonstration der Klima-Kleber in einen Unfall geraten und schwer verletzt worden. Das Rettungsfahrzeug konnte sie nicht rechtzeitig erreichen, weshalb es zum Tod der Frau kam. Es ist jedoch nicht sicher, ob die Klima-Kleber eine Schuld dabei tragen. Dennoch wird anhand dieses Beispiels deutlich, dass das Verhalten fahrlässig ist und die Möglichkeit besteht, dass Menschen deswegen zu Tode kommen können.

Der Unterschied zu anderen Klimaaktivisten

Doch warum sollen die Klima-Kleber härter bestraft werden? Im Grunde wollen sie ja etwas Gutes. Dazu muss der Unterschied zwischen normalen Klimaaktivisten und den Klima-Klebern verdeutlicht werden. Zunächst einmal geht es hierbei nicht nur um vorsätzliche Zerstörung, sondern in vielen Fällen sogar um angekündigte Zerstörung. Herkömmliche Klimaaktivisten setzen sich zwar auch für den Umwelt- und Klimaschutz ein und sehen das als ihre Hauptaufgabe, doch zerstören dabei nicht bereitwillig beziehungsweise versuchen es. Das ist auch der Grund dafür, warum die Klima-Kleber jetzt zu den Extremisten überlaufen und andere Klimaaktivisten missbilligen. Sie sagen, ihre Mitstreiter würden nicht genug dafür tun, die Umwelt zu retten. Und das nur, weil sie eben nicht die gleichen, zerstörerischen Maßnahmen ergreifen.

Der Weg zum Linksextremismus

Es wird immer Extreme in beide Richtungen geben, wie in der Politik die Rechten und die Linken. Das ist auch in einem gewissen Maße in Ordnung, die Gesellschaft sollte das abkönnen. Trotzdem gibt es Grenzen, wo der Staat stärker eingreifen sollte. Die Klima-Kleber haben sich offensichtlich den Linksextremisten angenommen. Sie sind jedoch genau diejenigen, die eine Grenze überschreiten. Aufgrund des fahrlässigen Verhaltens und vorsätzlicher Gefährdung sollten sie daher härter bestraft werden. Es gibt bereits einige Politiker, die sich dafür einsetzen. Die Klima-Kleber sollten für den entstandenen Schaden und die Einsätze aufkommen. Zusätzlich sollten sie für die Gefährdung der Menschen ausreichend belangt werden. Geschieht das nämlich nicht, werden die Klima-Kleber immer weitermachen und weiterhin ernsthaft Menschen verletzt werden.

Dass bei solchen Aktionen nicht ausreichend durchgegriffen wird, zeigt auch die vergangene Protest-Aktion der Klima-Kleber bei Porsche in Wolfsburg. Die Klimaaktivisten haben sich unbefugt Zugang zum Gebäude verschafft und neben den Autos am Boden festgeklebt. Mit der Zeit fingen sie jedoch an über Hunger, Durst, Dunkelheit und volle Blasen zu klagen. Sie schaffen es also nicht einmal selbst, sich an ihre Prinzipien zu halten. Mal abgesehen davon, dass es mit Dreistigkeit zu tun hat, diese Dinge zu verlangen, während sie dem Unternehmen vorsätzlich schaden wollen. Nahrungsmittel und der Gang zur Toilette wurden ihnen bereitwillig zur Verfügung gestellt. Fast zwei Tage hat es gedauert, bis der Porsche-Pavillon letztendlich von der Polizei geräumt wurde.

Warum ausgerechnet so?

Schlussendlich sollte man sich fragen: Warum ausgerechnet mit der Beschmutzung von Kulturgut und dem Festkleben an Wänden und auf der Straße? Wenn die Klima-Kleber es für die Aufmerksamkeit tun, wie sie es auch darstellen, gibt es auch genug andere provokante Möglichkeiten. Diese müssen nicht in Ordnung sein, denn dann würden sie ja nicht solch große Aufmerksamkeit erregen. Doch Menschenleben zu gefährden oder Kulturgut zu zerstören, ist mit Sicherheit nicht der beste Weg, um über das Thema aufzuklären.

Fazit

Klima-Kleber erregen mit ihren Aktionen derzeit viel Aufsehen. Um der Ausmaße des Klimawandels Beachtung zu schenken, ist das auch notwendig. Jedoch sind es fahrlässiges, Menschenleben gefährdendes Verhalten und vorsätzliche Zerstörung von Kulturgut nicht. Es ist also ganz klar, dass die Politik sich für eine härtere Bestrafung der linksextremistischen Klima-Kleber einsetzen muss. Dann würden sich die Klima-Kleber vielleicht an Orten festkleben, wo es nicht so verheerende Folgen hätte. Und wie wäre es, wenn man sie dort einfach mal kleben lässt?

Der Autor:

Dominik Sedlmeier ist CEO der PR-Agentur El Clasico Media GmbH und Experte in den Bereichen Kommunikation, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Er gehört zu den medial gefragtesten PR-Managern und betreut unter anderem die größten Marktführer verschiedener Branchen.