Großkontrollen der Polizei an der Autobahn A61 | Foto: BYC-News

Eine große Kontrollaktion zur Bekämpfung von Geldautomaten-Sprengungen wurde in der Nacht von Donnerstag, 23. März auf Freitag, 24. März durchgeführt. Bei dieser Aktion an der Autobahn A61 auf dem Parkplatz Menhir bei Armsheim war auch der Innenminister Michael Ebling anwesend. BYC-News war vor Ort.

Eine ernste Gefahr für die öffentliche Sicherheit

Die zunehmenden Fälle von Geldautomatensprengungen stellen eine ernste Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar und erfordern eine verstärkte Bekämpfung. Aus diesem Grund finden regelmäßig Kontrollen statt, um präventiv gegen diese kriminelle Praktik vorzugehen. „Wir bekämpfen das Phänomen der Geldautomatensprengungen in Rheinland-Pfalz mit starken polizeilichen Kräften. Große Kontrollaktionen wie diese senden eine klare Botschaft an potenzielle Täter: Wenn du hier in Rheinland-Pfalz unterwegs bist und Böses im Schilde führst, hast du ein hohes Risiko, erwischt zu werden – genau das ist unsere Philosophie bei der Sicherheitspolitik“, sagte Ebling. Wie der Minister darüber hinaus betonte, konnten zuletzt im Bereich Ludwigshafen und zuvor im Bereich Koblenz Täter nach einer Sprengung durch die Polizei Rheinland-Pfalz gefasst werden.

Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen wurden insgesamt 459 Fahrzeuge und 658 Personen kontrolliert

Dabei wurden zehn Straftaten, darunter sechs Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und vier Ordnungswidrigkeiten, etwa das Fahren unter Drogeneinfluss, festgestellt. Zu einer Geldautomatensprengung kam es in dieser Nacht in Rheinland-Pfalz nicht. Landesweit waren im Rahmen der Kontrollen 294 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz, davon 36 an der Kontrollstelle an der A61 bei Armsheim, die der Minister besuchte.

„Das überregionale Einsatzkonzept der letzten Nacht sowie die bereits in den letzten Wochen erfolgten umfangreichen und landesweit abgestimmten Kontrollmaßnahmen der rheinland-pfälzischen Polizeibehörden zeigen Wirkung“, sagte Dennis Litz, Polizeiführer bei dem Einsatz. Auch wenn es im Rahmen dieses Gesamteinsatzes zu keiner Festnahme gekommen sei, leiste die Polizei Rheinland-Pfalz damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Kriminalitätsphänomens.

Geldautomatensprengungen sind ein ernstes Problem in Deutschland und haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Täter sprengen die Automaten, um an das darin befindliche Bargeld zu gelangen. Diese Straftaten verursachen nicht nur Sachschäden, sondern können auch zu Verletzungen oder sogar Todesfällen führen. Die Polizei setzt daher verstärkt auf Prävention und Ermittlung, um die Täter zu fassen und weitere Straftaten zu verhindern.

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Bereits am Dienstag (21. März 2023) teilte Innenminister Ebling mit, dass man im Land Rheinland-Pfalz verstärkt gegen Geldautomatensprengungen vorgehen will. Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben das Innenministerium, das Landeskriminalamt und die Dachverbände der Banken in Rheinland-Pfalz nun eine Kooperationsvereinbarung zur intensiveren Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Geldautomatensprengungen unterzeichnet.

Michael Ebling: Neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldautomatensprengungen in RLP