Der Stadtvorstand hat sich in seiner jüngsten Sitzung darauf verständigt, dem Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen eine entsprechende Beschlussvorlage zu empfehlen, die dann im Stadtrat am 21. September 2022 zur Abstimmung gestellt wird. Demnach stellt die Stadt Mainz der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG eine Million Euro bereit, um die Planungskosten abdecken zu können.

Die Umgestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes war in den letzten Jahren ein immer wiederkehrendes Thema

Vorstudie zur Freitreppe | Foto: Bildrechte: Landeshauptstadt Mainz / Rheingoldhalle GmbH & Co. KG

„Die gute Nachricht vorweg: Wir haben im Rahmen einer Vorstudie geprüft, ob die Öffnung des Jockel-Fuchs-Platzes über eine großzügige Freitreppe mit entsprechend barrierefreiem Zugang machbar ist und uns dafür mit der unteren und der oberen Denkmalschutzbehörde, der GDKE und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Mainz abgestimmt“, erklärt Oberbürgermeister Michael Ebling und ergänzt: „Es ist zwar noch ein gutes Stück bis zur Baugenehmigung, aber wir sind auf einem guten Weg“. Die Umgestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes war in den letzten Jahren ein immer wiederkehrendes Thema von Anfragen an die Stadt. „Es hat sich aber auch gezeigt“, ergänzt Bürgermeister und Finanzdezernent Günter Beck, „dass die angedachte Umplanung ohne eine urheberrechtliche Synchronisation mit der Ursprungsplanung des Architekturbüros Jacobsen + Weitling nur schwer möglich ist.“

Das gesamte Areal „Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz, Brückenturm“ ist und bleibt Bestandteil einer Denkmalzone

Als nächstes kann nun die Grundlagenermittlung starten, dann folgen die nächsten Planungsschritte bis zu Baugenehmigung, die dann die bauliche Umsetzung ermöglichen wird. Dabei geht es um den Anbau und die Integration einer Freitreppe mit barrierefreier Anbindung des Jockel-Fuchs-Platzes mittels Rampen an die Uferpromenade und zugleich um eine Umgestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes. Das gesamte Areal „Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz, Brückenturm“ ist und bleibt Bestandteil einer Denkmalzone. „Die Planungsphase ist nicht nur aufgrund der Urheberechtsfrage komplex“, erklären Geschäftsführer Martin Dörnemann und Ralf Sadowski von der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG, „wir haben auch eine ganze Reihe von Herausforderungen vor uns: dazu gehört unter anderem die Beton- und Deckensanierung der Rathausgarage, die ja das Plateau des Jockel-Fuchs-Platzes bildet. Dazu kommen die technischen Voraussetzungen für den Anschluss ans Rathaus, die statische Umplanung, die Integration der Lüftung und neben all diesen technischen Fragen müssen wir die Planungen zudem noch mit der unteren Denkmalschutzbehörde abstimmen. All das soll in der Planungsphase abgeklärt werden.“

Eine erste Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahme beläuft sich nach derzeitigem Vorplanungsstand auf 7,8 Millionen Euro, wobei die Freitreppe und Rampe ca. 3,8 Millionen und die Umgestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes ca. 4 Millionen kosten könnte. „Wir sagen das mit aller Vorsicht und im Bewusstsein, dass sich Baukosten in dieser Zeit nur schwer prognostizieren lassen“, so Beck. Sowohl Stadtvorstand als auch die Verantwortlichen der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG zeigten sich zuversichtlich, dass eine genehmigungsfähige Lösung gefunden wird.

Die Mainzer SPD-Fraktion begrüßt die Einigung auf eine Freitreppe im Rahmen der Neugestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes

„Wir waren die erste Fraktion im Mainzer Stadtrat, die bereits vor über drei Jahren diese bürgernahe Lösung vorgeschlagen und zugleich gefordert hat. Wir freuen uns sehr, dass die Denkmalschutzbehörde nach zähen Verhandlungen nun auch den großen Mehrwert erkannt hat, den die Öffnung des Jockel-Fuchs-Platzes mit sich bringt“, sagen Dr. Matthias Dietz-Lenssen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Beirat zur Rathaussanierung sowie Christine Zimmer, baupolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion. „Zugleich möchten wir allen beteiligten Akteuren herzlich für ihr jahrelanges Engagement danken, durch welches das Ziel endlich in greifbarer Nähe ist.“

Ziel der Mainzer SPD-Stadtratsfraktion ist es, dass sowohl mit der Rheinufergestaltung, als auch mit der Sanierung des Rathauses, der ganze Platz offener, grüner und barrierefreier gestaltet wird. „Die nun erfolgte Einigung zwischen Stadt, Denkmalschutz, GDKE und dem Behindertenbeauftragten ist ein wichtiger Schritt, um diesem bedeutenden und repräsentativen Bereich des Mainzer Lebens endlich die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verleihen, die dieser verdient hat“, schließen Christine Zimmer und Dr. Matthias Dietz-Lenssen.