Am Freitagmorgen (16. September 2022) kam es zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einer Straßenbahn und einem Linienbus der Mainzer Mobilität. Die Hattenbergstraße war für die Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme voll gesperrt. BYC-News war vor Ort.

Straßenbahn fährt auf Gelenkbus auf

Gegen 10:50 Uhr fuhr eine Straßenbahn der Linie 51, welche in Richtung Mainz-Finthen unterwegs war, mit offensichtlich hoher Geschwindigkeit auf einen Gelenkbus der Linie 62 auf. Der Aufprall war so stark, dass die Windschutzscheibe der Straßenbahn zersprang. Auch im Heck des Busses platzten durch den Aufprall gleich mehrere Scheiben. Die Feuerwehr, welche über Notruf alarmiert wurde, war mit Einsatzkräften von beiden Feuerwachen vor Ort. Erste Meldungen, dass Personen eingeklemmt seien, bestätigten sich laut Einsatzleiter Mark Jüliger glücklicherweise nicht.

Bremsmanöver als Unfallursache

Laut Polizeibericht der Polizei Mainz führte nach bisherigem Kenntnisstand ein verkehrsbedingt starkes Abbremsen des Linienbusses zu dem Unfall. Der Fahrer der Straßenbahn konnte seine Bahn nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Bus auf. Dies hatte zufolge, dass mehrere Personen in beiden Fahrzeugen verletzt wurden. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit zahlreichen Kräften vor Ort.

Massenanfall von Verletzten fordert Großaufgebot an Rettungsdienst auf den Plan

Da durch den Zusammenstoß der beiden öffentlichen Verkehrsmitteln nach aktuellen Informationen acht Personen verletzt wurden, löste die Rettungsleitstelle in Mainz Großalarm aus. Insgesamt 33 Einsatzkräfte von DRK, Malteser, ASB und Johanniter Unfall-Hilfe eilten zur Einsatzstelle. Auch die Abschnittsleitung Gesundheit, sowie ein leitender Notarzt und ein Organisatorischer-Leiter-Rettungsdienst waren bei dem Großunfall im Einsatz. Ebenfalls wurde die Einsatzkomponente SEG-S alarmiert. Letzten Endes wurden sechs Fahrgäste leicht, und zwei Personen mittelschwer verletzt, unter den Mittelschwer verletzten befand sich auch der Fahrer der Straßenbahn. Weitere Fahrgäste entfernten sich bereits vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte selbst von der Unfallstelle, dabei ist unbekannt ob diese Personen verletzt waren.

Feuerwehr mit Kräften aus beiden Feuerwachen im Einsatz

Die Aufgabe der Berufsfeuerwehr bestand darin, die beiden Fahrzeuge zu sichern, ausgelaufene Betriebsmittel aufzunehmen und den Rettungsdienst bei seiner Arbeit zu unterstützen, berichtet Mark Jüliger gegenüber dieser Online-Zeitung. Da glücklicherweise entgegen ersten Meldungen keine Personen eingeklemmt wurden, konnten die Kräfte der Feuerwehr nach kurzer Zeit an der Einsatzstelle minimiert werden. Da der Unfall unmittelbar vor dem Werksgelände der Firma Schott passierte, wurde auch hier seitens der Werkfeuerwehr Schott mit mehreren Kräften unterstützt.

Mainzer Mobilität hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet

Durch den Unfall war die Haltestelle „Schott AG“ nicht befahrbar. Betroffen waren hier die Buslinien 62,80 und 81. Diese wurden über die Alte Lokhalle umgeleitet. Zudem waren die Straßenbahnlinien 50 und 51 von der Sperrung betroffen. Die Mainzer Mobilität hatte einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. So verkehrten die Straßenbahnlinien 50 und 51 zwischen Mainz-Finthen und der Elbestraße in Mainz-Gonsenheim, Bismarckplatz und Hechtsheim/Lerchenberg. Der Schienenersatzverkehr pendelte zwischen Elbestraße und Bismarckplatz. Die Hattenbergstraße war bis 14:30 Uhr gesperrt. Die Schadenshöhe konnte vor Ort nicht beziffert werden.