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Die Jusos, die Jugendabteilung der SPD in Mainz, setzen sich dafür ein, das MainzRIDER-System zu einem sogenannten FrauenNachtTaxi weiterzuentwickeln. Ziel dieses Projekts ist es, Frauen und unter anderem auch Trans-Personen während der Abend- und Nachtstunden eine sichere Transportmöglichkeit zu bieten.

„Viele Frauen fühlen sich nachts auf dem Nachhauseweg nicht sicher“, so die Juso-Co-Vorsitzende Annette Ohler

„Unser Anliegen ist es, ihnen mehr Sicherheit auf dem Nachhauseweg zu geben und die Zahl von Übergriffen und Belästigungen von Frauen zu reduzieren.“ Dazu wollen die Jusos auf das Ridesharing-Angebot der Mainzer Mobilität „MainzRIDER“ zurückgreifen.

„Mit dem MainzRIDER existiert bereits eine Infrastruktur, die die Innenstadt mit weiteren Stadtteilen in den Nachtstunden verbindet“, so der Spitzenkandidat der Jusos Mainz für den Stadtrat, Jonathan Armas. „Wenn man einige Anpassungen an der technischen Infrastruktur vornimmt, sodass beispielsweise ausgewählt werden kann, dass es sich um ein FrauenNachtTaxi mit weiblicher Fahrerin handeln soll, und das Fahrpersonal entsprechend geschult wird, ist ein verlässliches Angebot möglich“. Zudem müsse so kein separates Angebot etabliert und finanziert werden.

In der Vergangenheit existierte seit 1994 unter dem Namen „Lila Linie“ bereits ein FrauenNachtTaxi in Mainz, das jedoch nach wenigen Jahren wieder eingestellt wurde. Ohler und Armas sind sich sicher, dass ein solches Angebot heute dringlich benötigt werde: „Wir beobachten derzeit eine Zunahme von Gewalt insbesondere an trans- und intergeschlechtlichen Personen. Auch sie sollen von einem Angebot profitieren, das das Ziel hat, mehr Sicherheit für vulnerable Personengruppen zu schaffen.“ Auf diese Weise solle laut den Jusos ein kommunaler Beitrag zum Gewaltschutz in den Abend- und Nachtstunden geschaffen werden.

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