Eine ruhige Hand und Nerven aus Stahl brauchte am Mittwochmittag (27. Juli 2022) der Kampfmittelräumdienst in Mainz. Dieser musste einen 250 Kilo schweren Blindgänger von Hand entschärfen. Planmäßig um 13:00 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst Koblenz starten. Bereits nach 35 Minuten dann Erleichterung: Der Blindgänger, der am Montag (25. Juli 2022) im Mainzer Stadtteil Gonsenheim gefunden wurde, wurde entschärft und anschließend vom Kampfmittelräumdienst abtransportiert.


Die 250 Kilogramm Bombe war am Montagmorgen bei Bauarbeiten in Mainz-Gonsenheim gefunden worden

Der Kampfmittelräumdienst, Polizei und Feuerwehr entschieden dann, dass die Bombe am Mittwoch entschärft werden sollte. Bis 10:00 Uhr wurde ein Bereich im Radius von 500 Meter um den Fundort evakuiert, darunter auch ein Seniorenzentrum.

Gemeinsame Kontrollgänge von Ordnungsamt, Feuerwehr, THW und Polizei stellten zwischen 10:00 und 12:30 Uhr sicher, dass sich keine Menschen mehr im Evakuierungsbereich aufhielten. BYC-News hat die Polizei und die Feuerwehr bei den Evakuierungsmaßnahmen am Vormittag begleitet.

Anschließend mussten auch sämtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst den Bereich verlassen und lediglich der Kampfmittelräumdienst verblieb vor Ort.

Oberbürgermeister Michael Ebling dazu

„Die Bombe ist entschärft – das ist sicherlich die beste Nachricht des Tages für unsere Stadt. Ich danke allen Kollegen und allen Kräften, die heute im Einsatz waren, insbesondere aber auch allen, die während der kurzen Vorbereitungszeit alles dafür gegeben haben, dass der heutige Einsatz so reibungslos laufen konnte, wie es der Fall war. Danke auch an alle Gonsenheimer, die maßgeblich zum reibungslosen Ablauf beigetragen haben, indem sie sich aus dem Evakuierungsbereich begeben haben,“ so Oberbürgermeister Michael Ebling, der sich gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck auf Dienstreise in der Mainzer Partnerstadt Zagreb befindet. „Unser Einsatzleiter der Feuerwehr Markus Lunnebach hat mich telefonisch auf dem Laufenden gehalten und mit seinem Team ganze Arbeit geleistet – einen herzlichen Dank dafür.“

Auch Ordnungsdezernentin Manuela Matz ist erleichtert und dankbar:

„Wir waren als Stadt sehr gut vorbereitet und sind froh, dass bei der geplanten Entschärfung der Weltkriegsbombe alles gut verlaufen ist. Unser Dank geht an alle, die seit Montag quasi rund um die Uhr mit dieser Thematik beschäftigt sind – vom Bevölkerungsschutz über die Feuerwehr, Ordnungsamt und der Polizei bis hin zu den vielen ehrenamtlichen Helfern. Ein herzliches Dankeschön auch an die Gonsenheimer Bevölkerung und die betroffenen Bürger, Händler und Einrichtungen für ihr Verständnis und die Zusammenarbeit.“

Anwohner und Anlieger konnten anschließend zurück in ihre Wohnungen, Häuser, Büros und Geschäfte. Rund 220 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, THW und anderen Hilfsorganisationen waren im Einsatz.