Der erste Nutzer für das Auftaktgebäude LAB 1 im Innovationspark Mainz steht fest: Das norwegische Medizinprodukte-Unternehmen Lifecare AS aus Bergen hat einen LOI (Letter of Intent) über rund 1.000 Quadratmeter Labor- und Büroflächen unterzeichnet, wie die Projektentwickler J. Molitor Immobilien GmbH, G.L. Kayser Immobilien GmbH und IGM Immobilien Gesellschaft Mainz mbh mitteilen.

Damit setzt das norwegische Unternehmen ein starkes Startsignal für die neue Standortentwicklung am Mainzer Stadteingang. Lifecare ist spezialisiert auf implantierbare Mikrosensoren mit Nanotechnologie, z.B. zur Messung von Blutzucker. Bereits Ende 2024 will Lifecare das Erdgeschoss von LAB I beziehen, womit bereits ein Drittel der Fläche des Auftaktgebäudes im Innovationspark Mainz vergeben ist.

Zeitnaher Baustart und Pläne für weiteres Labor- und Bürogebäude

Mit den Bauarbeiten wollen die Investoren noch in diesem Jahr starten: „Wir sind mit dem Bauantrag auf der Zielgeraden und werden diesen Ende September einreichen“, unterstreichen F. Albrecht Graf von Pfeil, Geschäftsführer der J. Molitor Immobilien, Edmund Schmitz, Geschäftsführer von G.L. Kayser und Uwe Borgmann, Geschäftsführer der IGM. „Je nach Wetterlage könnte Ende 2022 die Baustraße zur Verfügung stehen, sodass wir auf den Grundstücken loslegen können“.

Für die Investoren, die auch mit weiteren ansiedlungswilligen Unternehmen und Forschungsinstituten im Gespräch sind, steht fest: Um das Momentum für Mainz zu nutzen, müssen interessierten Unternehmen nun schnellstmöglich auch konkrete Angebote mit klaren Zeitschienen bereitgestellt werden. Das LAB 1, das über insgesamt rund 3.000 Quadratmeter Fläche verfügt, ist dafür nur der erste Schritt. Denn Molitor, G.L. Kayser und IGM arbeiten bereits an konkreten Plänen für ein weiteres Büro- und Laborgebäude im Innovationspark Mainz, für das ebenfalls noch in diesem Jahr der Bauantrag eingereicht werden soll.

Der Innovationspark Mainz wird von den Partnern J. Molitor Immobilien GmbH, G.L. Kayser Immobilien GmbH und IGM Immobilien Gesellschaft Mainz mbh in einer gemeinsamen Gesellschaft entwickelt.

Nachhaltige Gebäudetechnik

Besonderen Wert legen die Projektentwickler auf das Thema Nachhaltigkeit, wie sich bereits am Gebäudekonzept für LAB 1 zeigt: Die Energieversorgung wird umweltfreundlich über Geothermie und eine Niedrigtemperatur-Flächenheizung mit passiver Kühlung erfolgen, die die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz übertrifft. Mit Photovoltaik-Modulen am Gebäude kommt weitere regenerative Haustechnik zum Einsatz.

Darüber hinaus wird eine Solar-Carportanlage in Modulbauweise errichtet, deren selbstproduzierter Strom sowohl zum Aufladen von Elektrofahrzeugen als auch für die Stromversorgung des Gebäudes genutzt werden kann. Für ein verbessertes Mikroklima werden die Dachflächen von LAB I möglichst umfangreich begrünt. Ein ressourcenschonendes Regenrückhaltesystem auf dem Dach wird zur Entlastung der Abwassersysteme und zur passiven Kühlung des Gebäudes beitragen.