Am späten Montagabend (19. Dezember 2022) kam es gegen 22:30 Uhr zu einem Großeinsatz der Polizei im Vorraum einer Bankfiliale in der Poststraße im Mainzer Stadtteil Finthen. Ausgelöst wurde der Polizeieinsatz von insgesamt sechs jungen Männern.

Die Polizei schickte sieben Streifenwagen und zwei Diensthundeführer zur Einsatzstelle

Anwohnern waren mehrere Personen in dem Vorraum der Bankfiliale aufgefallen, die dort mit Messern und einem Schwert hantierten und sich dort auch prügelten. Zudem konnten die Zeugen erkennen, dass allem Anschein nach Drogen ausgetauscht wurden. Die Polizei schickte umgehend nach der Alarmierung sieben Funkstreifen aller Mainzer Polizeidienststellen und zwei Diensthundeführer zur Bankfiliale.

Während des Annäherns der Polizeikräfte, konnten bereits zwei Personen der Gruppe festgestellt werden, die sich zu Fuß von der Bankfiliale entfernen wollten. Diese konnten einer Personenkontrolle unterzogen werden. Die anderen fünf Personen konnten im Vorraum der Bank festgestellt werden, wobei eine Person tatsächlich ein Schwert in der Hand hielt. Die jungen Männer wurden von den Einsatzkräften fixiert und einer Kontrolle unterzogen.

Während des Einsatzes führten die Polizeikräfte teilweise Maschinenpistolen und besondere Schutzausstattung mit

Bei der Person mit dem Schwert handelte es sich um einem 21 Jahre alten Mann aus Mainz-Finthen, der in den vergangenen Wochen bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war. Neben dem Schwert konnten noch diverse Drogen, eine fremde Bankkarte, sowie der Schlüssel eines Motorrads aufgefunden und sichergestellt werden. Hierbei könnte ein Zusammenhang mit zurückliegenden Diebstahlsdelikten bestehen, die Ermittlungen dazu sind eingeleitet.

Bei einem 18 Jahre alten Mann vom Mainzer Lerchenberg, konnten ein Messer und ebenfalls Drogen aufgefunden und sichergestellt werden.

Den Bankvorraum hatten die jungen Männer vor dem Eintreffen der Beamten mit Müll verdreckt. Sie hatten dort außerdem Zigaretten geraucht und Drogen konsumiert und die Tapete zerschnitten. Aufgrund ihres Verhaltens müssen sie sich nun strafrechtlich wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz und wegen Sachbeschädigung verantworten. Zudem wurden alle gefährlichen Gegenstände und potentielle Beweismittel sichergestellt.