Am frühen Montagmorgen (27. Juni 2022) sorgte eine Fledermaus für hohe Kosten in Mainz-Laubenheim. Nun ermittelt die Polizei Mainz und gibt Tipps, was in einem solchen Fall zu tun ist.


900 Euro für das Verjagen einer Fledermaus

Ein 27-jähriger Mann aus Mainz entdeckte in den frühen Morgenstunden eine Fledermaus in seinem Wohnzimmer. Da er sich nicht selbst zu helfen wusste, suchte er sich über das Internet ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen. Ein Mitarbeiter der angeblichen Firma erschien wenig später bei dem Mann zu Hause und verteilte zunächst großzügig ein Spray im Raum. Zusätzlich positionierte er kleine Pulverkugeln, die im Wohnzimmer belassen werden sollten um das Tier zu verjagen.

Nachdem der Mitarbeiter mit seiner „Arbeit“ fertig war, händigte er dem 27-Jährigen die Rechnung aus, der daraufhin nicht schlecht staunte. Denn für das Verjagen des ungebetenen Gastes sollte er happige 900 Euro zahlen. Nach dem Einsatz des Schädlingsbekämpfers informierte sich der 27-Jährige erneut und musste feststellen, dass er offenbar Opfer eines Betrugs geworden ist. Den Vorfall meldete der junge Mann im Anschuss bei der Mainzer Polizei, die nun die Ermittlungen übernimmt.

Fledermäuse sind vom Aussterben bedroht

Die Mainzer Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass Fledermäuse keine Schädlinge sind. Sie gehören überall in Europa zu den geschützten Tierarten und sind gemäß Bundesnaturschutzgesetz als vom Aussterben bedrohte Tiere besonders geschützt. Wer eine Fledermaus fängt, verletzt oder tötet muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Wenn sich durch ein offenes Fenster eine Fledermaus in Ihr Haus verirrt, lassen Sie das Tier am besten einfach in Ruhe. Lassen Sie das Fenster weit geöffnet, spätestens in der Nacht findet die Fledermaus normalerweise den Weg nach draußen. Zudem wenden Sie sich bitte unter der Rufnummer 030 – 284984 5000 das Fledermaustelefon vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU).