Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages sind am Samstag (27. August 2022) auch in Mainz Menschen auf die Straße gegangen, um auf die Verlängerung des 9€ Tickets aufmerksam zu machen. Der Mainzer Bundestagsabgeordnete Daniel Baldy schließt sich dem Aktionstag an und betont:. „Das 9€ Ticket darf nach August nicht im Portemonnaie verstauben.“ Er fordere ein dauerhaftes Angebot für sozialverträglichen ÖPNV, denn „Mobilität bedeutet Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Zusammenhalt.“

Das 9€ Ticket sei hier eine massive Erleichterung gewesen

Gerade in der Grenzregion Rheinhessen treffen viele Verkehrsverbünde und Tarifzonen aufeinander. Dies gleiche nach Baldy teilweise einem Flickenteppich. Das 9€ Ticket sei hier eine massive Erleichterung gewesen: „Einfach einsteigen, ohne ständig die verschiedenen Tarifzonen im Auge behalten zu müssen. Auch dauerhaft würde uns diese Gelassenheit guttun.“

In Sachen Mobilität gibt es in Mainz mit der Einführung des 365€ Tickets für Schüler und Auszubildende einen großen Fortschritt. Dazu kommentiert der Bundestagsabgeordnete Baldy: „Mobilität, die sich jede und jeder leisten kann, steht mit dem 365€ Ticket schon seit längerem im Koalitionsvertrag der Ampel in Rheinland-Pfalz. Umso schöner, dass es in Mainz jetzt erstmalig umgesetzt werden kann. Es wird jedoch Zeit, dass wir auch in Berlin darüber diskutieren.“

Als Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung wurde das 9€ Ticket sehr gut angenommen

Innerhalb der drei Monate, in denen das 9€ Ticket angeboten wurde, wurde es insgesamt rund 38 Millionen Mal verkauft. Gleichzeitig gingen Bilder von überfüllten Zügen durch die sozialen Medien. „Die vielen Nutzer haben gezeigt, dass es einen großen Bedarf für erschwingliche Tickets gibt. Das Angebot muss sich danach richten“, so Baldy. Er fügt hinzu: „Besonders in der Verknüpfung von Stadt und Land gibt es hier noch viel nachzuholen. Denn nicht nur die Menschen in der Stadt sollen von einem dauerhaften Mobilitätsticket profitieren können!“

Besonders für Pendler vom Land müsse der ÖPNV attraktiv werden. „Erst dann bleibt nämlich das Auto öfter stehen und wir sehen die Benefits für die Umwelt, die wir so dringend brauchen“, fügt Baldy hinzu.

Der Abgeordnete ist sich sicher: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Durch die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs oder eine Übergewinnsteuer können wir die Kosten decken.“ Auch eine Anhebung der Kerosinsteuer könne zur Bewältigung der Mehrausgaben beitragen. Baldy: „Ob 9€ Ticket oder andere Form, es ist klar: Eine dauerhafte Alternative muss her.“