Schon lange kündigt die Ampelmehrheit an, dass die Infrastruktur für Fahrradfahrer  in der Landeshauptstadt Mainz verbessert werden soll. Die Umsetzung der Radprojekte stockt jedoch in vielen Fällen. Damit ist die CDU-Stadtratsfraktion alles andere als zufrieden, teilte die Mainzer am Dienstag (9. August 2022) mit.

CDU-Fraktionsvorsitzende Ludwig Holle

„Mainz muss attraktiver für Radfahrerinnen und Radfahrer werden, denn jedes Fahrrad auf unseren Straßen ist ein Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Holle. Er sehe es kritisch, dass die Verwaltung selbst bei diesem Thema in vielen Fällen keine Erfolge vorzuweisen hätte. Schließlich sei der Fahrradverkehr ein Prestigethema der Ampel-Parteien. Als stellvertretender Ortsvorsteher der Oberstadt warte Holle beispielsweise schon länger darauf, dass die beschlossene Fahrradstraße über den Rosengarten und die Ritterstraße umgesetzt werde. „Wenn es schon mit solchen Einzelmaßnahmen nicht klappt, dann rückt ein ganzheitliches Radwegekonzept in weite Ferne“, so Holle.

Der verkehrspolitische Sprecher Thomas Gerster

„Wichtige Radprojekte werden immer wieder verschoben oder aufgegeben“, sagt Gerster. Die Stadt sei häufig nicht in der Lage, realistische Planungsangaben zu machen. Dabei sei ein zuverlässiger und konstanter Ausbau des Radwegenetzes ein wichtiger Bestandteil der Mobilitätswende. „Damit noch mehr Menschen auf das umweltfreundliche Fahrrad umsteigen, müssen die Fahrradwege sicher und attraktiv sein“, so Gerster. In Mainz sei das allerdings leider nicht der Fall. So erscheinen die ambitionierten und großspurigen Ziele der Ampel-Parteien in einem schlechten Licht.

CDU Forderung nach einem Verkehrskonzept

„Die CDU fordert schon lange ein ganzheitliches Verkehrskonzept, mit dessen Hilfe Projekte aufeinander abgestimmt und zuverlässig umgesetzt werden könnten“, erklärt Gerster. Diese Forderung stoße bei den Ampel-Parteien bislang jedoch auf taube Ohren. Die Folge sei, dass Projekte wie der Ausbau der Rheinhessenstraße gestoppt werden, ohne Alternativen dazu aufzuzeigen. „Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation durch die personelle Aufstockung des Fahrradbüros endlich bessert“, sagt Gerster. Dies werde die CDU jedenfalls im Blick behalten.