Am Mittwochabend (21. September 2022) kam es zu einem Großeinsatz für die Mainzer Rettungskräfte in der Mainzer Oberstadt. Mehrere Personen klagten dort über Augen- und Atemwegsreizungen. BYC-News war vor Ort.

Mehrere Kinder unter den Verletzten

Nach ersten Meldungen zufolge musste die Berufsfeuerwehr Mainz gegen 20:07 Uhr zu einem unklaren chemischen Geruch in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Am Rodelberg ausrücken. Nach Eintreffen der ersten Rettungskräften konnte der chemische Geruch jedoch nicht bestätigt werden berichtet der Pressesprecher der Berufsfeuerwehr Mainz, Michael Ehresmann um 21:30 Uhr vor Ort gegenüber dieser Online Zeitung.

Mehrere Anwohner meldeten sich jedoch nach dem Eintreffen der Rettungskräfte und klagten über Atem- und Augenreizungen. Zum aktuellen Zeitpunkt vermeldet die Feuerwehr 13 Verletzte. Darunter befinden sich sechs Kinder.

Durch die Vielzahl an Rettungsfahrzeugen muss in der Geschwister-Scholl-Straße, sowie in der Berliner Straße und der Straße Am Rodelberg mit Verkehrsbehinderung gerechnet werden.

Nach Abschluss des Einsatzes teilte die Feuerwehr mit:

Aus noch ungeklärter Ursache mussten am Mittwochabend 18 Personen in der Mainzer Oberstadt vom Rettungsdienst und Katastrophenschutz betreut werden. Alle klagten über Reizungen der Atemwege sowie der Augen. Unter den Personen befanden sich sieben Kinder. Eines kam zur ambulanten Versorgung ins Krankenhaus.

Um 20:05 Uhr meldete eine Familie in der Straße „Am Rodelberg“, dass sie über Reizungen in Augen und Hals klagten. Als die Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst eintrafen, wurden diese ins Freie gebracht. Messungen mit Gasmessgeräten unter Atemschutz zeigten keine Auffälligkeiten.

Im Verlauf meldeten sich weitere Bewohner des gesamten Wohnblocks, die ebenfalls über Atemwegs- und Augenreizungen klagten. Aufgrund der Anzahl der Betroffenen wurden weitere Kräfte von Rettungsdienst und Katastrophenschutz alarmiert. Auch ein Stadtbus kam zur Unterbringung der Betroffenen zur Einsatzstelle.

Während die Betroffenen vom leitenden Notarzt gesichtet wurden, wurden alle Bereiche in und um das Haus von der Feuerwehr mit verschiedenen Messgeräten kontrolliert. Weder die Messgeräte noch die Sinnesorgane der Einsatzkräfte konnten eine Ursache ausfindig machen. Auch hinzugerufen Experten der Stadtwerke stellten keine Besonderheiten in Kanälen oder Versorgungsbereichen fest.

Bis zum Einsatzende nach zwei Stunden wurden 18 Personen untersucht und betreut. Alle wurden als leicht verletzt eingestuft. Ein Kind kam zur ambulanten Versorgung in ein Krankenhaus. Die anderen Betroffenen konnten nach Abklingen der Symptome wieder zurück in ihre Wohnungen.

Feuerwehr und Stadtwerke konnten keine Gefahr durch Gase oder ätzende Stoffe feststellen. Die Bewohner wurden angewiesen, bei erneut auftretenden Symptomen erneut den Notruf zu wählen. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (Abschnittsleitung Gesundheit sowie Schnelleinsatzgruppe Betreuung) vor Ort.