In Anbetracht der Energiekrise sorgen sich immer mehr Menschen um einen eventuell eintretenden Blackout. Dabei sind die wenigsten Haushalte auf den Ernstfall vorbereitet. Besonders Mieter verfügen selten über ein eigenes Notstromaggregat, mit dem die nötigsten Haushaltsgeräte mit Strom versorgt werden können.

Leidenschaftliche Camper hingegen nutzen gerne tragbare Powerstationen, um Kühlschränke, Notebooks oder E-Bikes zu laden und zu betreiben. Die kleinen mobilen Kraftwerke sind nicht nur ideal für unterwegs, sondern können auch als alternatives und umweltfreundliches Notstromaggregat im Falle eines Stromausfalls dienen.

Wie funktioniert eine Powerstation?

Mittlerweile wurden bereits zahlreiche tragbare Powerstationen getestet. Eine tragbare Powerstation besteht neben einem Solarmodul aus einer leistungsfähigen Lithium-Batterie, einem Spannungswandler bzw. Wechselrichter zur Konvertierung des Stroms sowie einem Batteriemanagementsystem.

Sie funktionieren im Prinzip wie eine große Powerbank, die entweder über eine herkömmliche 230-Volt-Steckdose, ein 12-Volt-Netz oder über ein Solarmodul aufgeladen werden kann. Die Batterie speichert den Strom. Im Notfall können mithilfe einer Powerstation sämtliche Haushalts- und Technikgeräte aufgeladen werden.

Powerstation vs. Notstromaggregat

Im Falle eines Stromausfalls werden in der Regel Treibstoff betriebene Notstromaggregate verwendet. Als umweltfreundliche Alternative eignen sich Solarstromgeneratoren in Form einer tragbaren Powerstation. Die Verwendung einer solchen Powerstation erzeugt weder laute Geräusche noch unangenehme und umweltschädliche Abgase, sodass diese unbemerkt und diskret in einer Krisensituation zum Einsatz kommen kann.

Darüber hinaus bietet ein zusätzliches Solarpanel die Möglichkeit, die Powerstation unbegrenzt nachzuladen. Für das Betreiben eines herkömmlichen Notstromaggregats ist die Lagerung eines entsprechenden Treibstoff-Vorrates erforderlich.

Zudem kann eine tragbare Powerstation nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch mobil genutzt werden. So können kurzfristige Stromausfälle oder Blackouts mithilfe des Solargenerators wesentlich unkomplizierter überbrückt werden.

Worauf sollte man beim Kauf einer tragbaren Powerstation achten?

Welche Powerstation die richtige für die eigenen Bedürfnisse ist, hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Zum einen muss der persönliche Energiebedarf errechnet werden, um die Leistungsanforderungen an den Notstromgenerator genauer zu definieren. Darüber hinaus sind weitere Kriterien beim Kauf einer tragbaren Powerstation zu beachten.

Persönlicher Energiebedarf

Um herauszufinden, wie hoch der persönliche Energiebedarf und damit auch die erforderliche Leistung an die tragbare Powerstation ist, muss zunächst erörtert werden, welche Geräte im Falle eines Blackouts unbedingt laufen müssen.

In der Regel ist für den Haushalt ein Solargenerator mit einer Dauerleistung von rund 5 Kilowatt ausreichend. Moderne Solarkraftwerke erreichen sogar eine Dauerleistung von bis zu 5.000 Watt. Induktive Geräte benötigen jedoch nicht bloß Dauerstrom, sondern auch die vierfache Menge an Anlaufstrom. Die gängigsten Haushaltsgeräte sind folgende:

  • Kühlschrank: 130 W Dauerleistung (520 W Leistung erforderlich)
  • Tiefkühltruhe: 300 W Dauerleistung (1.200 W Leistung erforderlich)
  • Kaffeemaschine: 000 W Dauerleistung (1.250 W Leistung erforderlich)
  • TV: 100 W Dauerleistung (125 W Leistung erforderlich)
  • Kochplatte: 500 W Dauerleistung (4.375 W Leistung erforderlich)

Akku-Technologie

Beim Kauf einer tragbaren Powerstation ist ein leistungsstarker Akku das A und O. Die meisten Geräte sind mit Lithium-Ionen-Akkus (Li-Io) oder Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePo4) ausgestattet. Letzteres ist eine neuere Technologie, die über eine längere Lebensdauer und mehr Sicherheit verfügen soll.

Leistung

Grundsätzlich gilt: Je höher die Leistung der Powerstation, desto leistungsstärkere Geräte können mit dem Stromspeicher betrieben werden. Für die Stromversorgung von Haushaltsgeräten im Falle eines Blackouts eignen sich daher nur größere Stromgeneratoren.

Kapazität

Die Kapazität der Powerstation ist ebenfalls ein entscheidendes Auswahlkriterium. Je höher die Kapazität des Akkus ist, desto länger kann Strom geliefert werden. In der Regel sind tragbare Powerstationen mit einer hohen Kapazität zwar weitaus teurer, jedoch können diese im Notfall auch über mehrere Tage hinweg jegliche Haushaltsgeräte mit ausreichend Strom versorgen.

Wechselrichter

Der gespeicherte Gleichstrom in einer Powerstation muss durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden, damit die angeschlossenen Geräte damit betrieben werden können. Daher ist besonders darauf zu achten, dass der Wechselrichter über eine reine Sinus-Spannung verfügt, sodass empfindliche Geräte nicht beschädigt werden.

Anschlüsse

Um Geräte wie den Kühlschrank im Dauerbetrieb zu versorgen, muss die tragbare Powerstation über ausreichend Anschlüsse verfügen. Mehrere USB-Anschlüsse, eine Steckdose sowie ein 12-Volt-Anschluss sind das Minimum.

Solarmodule

Grundsätzlich kann eine Powerstation auch über den regulären Hausstrom aufgeladen werden. Damit sie jedoch als Notstromgenerator dienen kann, ist die Ausstattung mit ausreichend Solarmodulen maßgeblich. Nur so kann sie als ideale Krisenvorsorge dienen, da die Powerstation mithilfe der Sonnenenergie beliebig oft wieder aufgeladen werden kann.