Schon jetzt werden durch Kartenzahlungen im Einzelhandel mehr Einkäufe umgesetzt als durch Bargeldzahlungen. Einer aktuellen Studie zur Folge, könnten bis zum Jahr 2022 sogar rund 60 Prozent aller Einkäufe in Deutschland mit Karte bezahlt werden.

Kartenzahlung das beliebteste Bezahlsystem

Die Menschen in der Bundesrepublik greifen beim Einkaufen immer häufiger zur Karte anstatt zum Bargeld. Vergleicht man die Umsätze von Kartenzahlungen mit denen von Barzahlungen, so wird schnell deutlich, dass das kartengestützte Bezahlen mittlerweile das beliebteste Bezahlsystem im stationären Einzelhandel in Deutschland ist. Vor allem das kontaktlose Bezahlen gewinnt hierbei, nochmals verstärkt durch die Corona-Pandemie, deutlich an Zuwachs. „2018 hatte der Kartenumsatz in Deutschland erstmals knapp den Bargeldumsatz überstiegen, dieser Vorsprung kartengestützter Bezahlsysteme ist im vergangenen Jahr auf vier Prozentpunkte gewachsen“, ergänzt Zahlungsexperte Horst Rüter vom EHI Retail Institute, welches die aktuelle Studie veröffentlicht hat.

So wurden im Jahr 2019 ganze 224,6 Milliarden Euro mit Kartenzahlungen umgesetzt – ein Plus von 15,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass mehr als jeder zweite Euro in der Bundesrepublik bereits per Karte bezahlt wird. Mit 50,5 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes (insgesamt 445 Milliarden Euro) vergrößert die Kartenzahlung den Abstand zum Bargeld weiter.

Im Wesentlichen für das dynamische Wachstum verantwortlich ist das girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft (früher: electronic cash-System), welches im Einzelhandel für ein Plus von 3,5 Prozent (19,9 Milliarden Euro) sorgte und somit auf insgesamt 149,5 Milliarden Euro kommt. Aber auch Kreditkarten werden seit drei Jahren immer mehr zum Bezahlen eingesetzt. So konnten VISA, Mastercard, American Express und Co. rund 0,7 Prozent zulegen und kommen so auf einen Anteil von 7,6 Prozent. Das SEPA-Lastschriftverfahren verliert hingegen weitere Anteile, heißt es in der Studie weiter.

Einzelhändler müssen endlich reagieren

Während ein Großteil der Einzelhändler ihren Kunden bereits moderne Kartenterminals anbieten, gibt es tatsächlich noch einige Geschäfte in denen Kartenzahlungen nur bedingt oder gar nicht zur Verfügung stehen. Dabei unterstützen moderne Geräte, wie beispielsweise das SumUp 3G Kartenterminal, nicht nur alle gängigen Zahlungsmethoden wie

  • EC-Karte
  • Mastercard
  • VISA
  • Maestro
  • V Pay
  • American Express
  • UnionPay

sondern bietet Kunden auch die Möglichkeit kontaktlos per NFC und sogar mit Apple Pay oder Google Pay zu bezahlen. Zudem fallen bei den meisten Anbietern nicht einmal Anschaffungskosten für das Kartenterminal an.

Da die Kartenzahlung in Deutschland von Jahr zu Jahr zunimmt, müssen Einzelhändler mit der Zeit gehen und ihren Kunden die Wahl bieten, wie sie ihren Einkauf bezahlen möchten. Andernfalls drohen finanzielle Verluste, da immer mehr Kunden Geschäfte meiden, in denen Sie nicht bargeldlos bezahlen können, so Finanzexperten.

Kontaktloses Bezahlen wird zum Standard

Ganz wesentlicher Faktor für den großen Erfolg des girocard-Systems ist die stetig steigende Akzeptanz bei Einzelhändlern, aber auch bei den Verbrauchern – besonders im Bereich des kontaktlosen Bezahlens. So heißt es in der Studie mit dem Namen „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2020“ weiter, dass derzeit 87,1 Prozent der girocard-Akzeptanzstellen auch kontaktloses Bezahlen anbieten. Ein ebenso hoher Anteil der Kartenterminals unterstützt diese Funktion.

Lag der Anteil der kontaktlosen Transaktionen im Jahr bei durchschnittliche 26,5 Prozent, so stieg die Anzahl im Dezember bereits auf 35,7 Prozent an. Wegen der Corona-Pandemie beträgt der Anteil kontaktloser Bezahlungen mittlerweile sogar rund 45 Prozent.

Die Experten schreiben weiter, dass damit zu rechnen ist, dass der Anteil der Kartenzahlungen Corona-bedingt bis zum Jahr 2022 sogar auf 58,1 Prozent ansteigen wird. Klare Tendenzen sind bereits seit zwei Jahren zu sehen: So sank der durchschnittliche Einkaufsbetrag von giro-Zahlungen von 43,76 Euro auf 40,85 Euro ab. Bei Kredikartenzahlungen ist der Trend sogar noch deutlicher zu sehen. Hier fiel der durchschnittliche Bonbetrag von 54,91 Euro auf 41,72 Euro. Corona und die stetig steigende Akzeptanz kontaktloser Bezahloptionen – auch von Kleinstbeträgen – wird diesen Trend zudem weiter verstärken.

Verschiebung der Transaktionsanteile

Im Jahr 2019 hat sich aber noch mehr verändert. So stehen in diesem Jahr erstmalig 14,58 Milliarden Barverkäufen 5,21 Milliarden kartengestützten Transaktionen gegenüber (26,1 Prozent). Sonstige unbare Zahlungsvorgänge, wie Rechnung, Überweisung, Gutscheintransaktionen, etc. lagen bei 0,21 Prozent.

Damit hat die Barzahlung in fast 2 Jahren rund 680 Millionen Transaktionen (3,2 Prozent) verloren. Dennoch werden immer noch 72,9 Prozent aller Transaktionen im deutschen Einzelhandel Bar getätigt.

Hohe Akzeptanz wird auch in Online-Shops erwartet

Die Verbraucher erwarten aber nicht nur im Geschäft vor Ort eine hohe Akzeptanz verschiedener und sicherer Bezahlmethoden, auch online wie zum Beispiel bei Online Casinos wie Netbet games steigt das Bedürfnis mit verschiedenen Bezahlmethoden einkaufen zu können. Neben PayPal wird hier vor allem Apple Pay und Google Pay zunehmend wichtiger.

Shop-Betreiber sollten daher auch hier auf umfangreiche und sichere Bezahldienste setzen, um keine Kunden zu verlieren. SumUp Onlineshop ist beispielsweise ein System, welches sich leicht in jeden Shop integrieren lässt und gleich diverse Bezahlsysteme anbietet.

Wie sehr Kryptowährungen in Onlinehandel der Zukunft beeinflussen werden, ist noch nicht abzusehen. Jedoch akzeptieren auch hier die ersten deutschen Online-Shops Bitcoin und Co. als Zahlungsmittel. Wie sich dieser Markt aber entwickeln wird, lässt sich wohl erst in einigen Jahren genauer vorhersagen.