Im Landkreis Mainz-Bingen ist das ehrenamtliche Engagement groß: Fast jede zweite Bürgerin und jeder zweite Bürger engagiert sich in Vereinen, Initiativen oder Organisationen. Damit das so bleibt und die Rahmenbedingungen für dieses Engagement weiter verbessert werden, baut der Landkreis ein Ehrenamtsnetzwerk auf. So können sich die hauptamtlichen Stellen der Kommunen, die sich mit ehrenamtlichen Belangen befassen, miteinander vernetzen.

Zum Auftakt fand nun ein erstes Treffen statt. Dafür kamen die hauptamtlichen Ehrenamtsbeauftragten aus folgenden insgesamt sieben Kommunen im Ingelheimer Kreishaus zusammen:

  • Verbandsgemeinde Bodenheim
  • Verbandsgemeinde Nieder-Olm
  • Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen
  • Stadt Bingen
  • Stadt Ingelheim
  • verbandsfreie Gemeinde Budenheim
  • Landkreis Mainz-Bingen

Ziel war es, die aktuellen Themen aus den Rathäusern und der Kreisverwaltung näher kennenzulernen und in einen Austausch zu treten.

„Ehrenamtliche Arbeit wird immer noch viel zu wenig gewürdigt“, sagte die Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn in ihrer Begrüßung. „Ich danke Ihnen allen, dass Sie hier sind und das Netzwerk stärken.“ Verantwortlich für den Auf- und Ausbau dieses Netzwerks sind die beiden Ehrenamtskoordinatoren des Kreises, Janine Göthling und Carsten Nickel. Sie organisierten auch das erste Treffen in der Kreisverwaltung.

Die Leitstelle fungiert als zentraler Ansprechpartner und Servicestelle für Engagierte

Zu Beginn der Veranstaltung gab Birger Hartnuß einen Überblick über die Leistungen der Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, die er leitet. Ob Vereinsrecht, Fördermöglichkeiten oder Versicherung: Die Leitstelle fungiert dabei als zentraler Ansprechpartner und Servicestelle für Engagierte. Anschließend berichteten die Teilnehmenden aus ihren jeweiligen Kommunen und stellten besonders innovative Projekte vor – wie etwa den „Mobilen Dorfladen“ der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen oder die „Kommune Inklusiv“ der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Die Netzwerkkoordination Ehrenamt des Kreises informierte unter anderem über einen eigenen Newsletter, der Interessierte über Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen informiert, aber auch über Schulungen für Ehrenamtliche.

Bei der Veranstaltung knüpften die Teilnehmenden neue Kontakte und kommunizierten Bedarfe und Wünsche der Ehrenamtlichen. Darüber hinaus diskutierten sie mehrere Fragestellungen, unter anderem wie man ehrenamtliches Engagement im Kreis besser sichtbar machen kann, wie insbesondere junge Menschen für das Ehrenamt begeistert werden können und wie die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt aussehen sollte.

Für die Zukunft planen die Ehrenamtskoordinatoren des Kreises regelmäßige Treffen in dieser Runde. „Unser Ziel ist es, die vielen Ehrenamtlichen zu begleiten und deren Interessen gezielt in die Verwaltung und die einzelnen Fachabteilungen zu kommunizieren“, so Janine Göthling und Carsten Nickel. Sie sind per E-Mail unter ehrenamt@mainz-bingen.de zu erreichen.