Für Menschen, die gerne immer wieder am gleichen Ort Urlaub machen, ist der Erwerb einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses eine wunderbare Lösung. Sie wissen genau, was Sie erwartet. Sie haben die Immobilie in Ihrem Stil eingerichtet und kennen sich am Urlaubsort genauso gut aus wie Zuhause. Aber auch, wenn Sie die Immobilie in Hamburg oder am Atlantischen Ozean fast ausschließlich als Kapitalanlage nutzen, fallen dort Instandhaltungskosten an und müssen Dinge beachtet werden. Lassen Sie uns einen Blick werfen auf die rechtlichen, versicherungstechnischen und praktischen Bedingungen, die der Besitz einer Ferienimmobilie mit sich bringt.

Ferienhaus: Welche (steuer-) rechtlichen Umstände müssen Sie beachten?

Wenn Sie eine Ferienimmobilie vermieten möchten, müssen Sie dies dem Gewerbeamt melden. Ihre Daten werden an das Finanzamt weitergegeben und dort wird entschieden, ob Sie die Ferienwohnung privat oder gewerblich vermieten werden. Hier können Sie auf den Rat eines Steuerberaters oder Informationen aus dem Internet zurückgreifen, um eine kostengünstige Lösung zu finden.

Mietpreis bestimmen

Viele Faktoren beeinflussen den Mietpreis, den Sie bei der Vermietung Ihrer Ferienimmobilie erzielen können:

  • Die Lage (Nachbarn, Nähe zum Meer, Erreichbarkeit …)
  • Die Ausstattung
  • Die Zielgruppe
  • Die Instandhaltungskosten
  • Die zu leistenden Abgaben
  • Kurzzeit – oder Langzeitvermietung

Wenn Sie den Mietpreis nicht intelligent wählen und das Ferienhaus dadurch eine schlechte Auslastung erfährt, ist so eine Immobilie nicht lukrativ, sondern ein Luxus, den Sie sich leisten können müssen. Eine ausführliche Erklärung zur Festlegung des Mietpreises finden Sie hier – Ferienwohnung: Mietpreis festlegen.

Ferienimmobilie: Instandhaltungskosten

Wartung, Inspektion, Reparatur und Verbesserung – so setzen sich die Instandhaltungskosten zusammen. Alles, was wir besitzen, erfordert Pflege. Das ist bei einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung nicht anders. Wenn Sie Ihr Haus als Ferienhaus vermieten wollen, wählen Sie möglichst schon beim Kauf eine neue Immobilie aus, so dass Sie wenigstens in den ersten Jahren von größeren Reparaturarbeiten verschont bleiben. Lassen Sie ein Gutachten erstellen, denn der Gutachter weiß genau, worauf er achten muss. Liegt die Immobilie in Wassernähe, ist Feuchtigkeit ein Thema. Handelt es sich um die Vermietung einer Ferienwohnung, werden sich die Instandhaltungskosten niedriger beziffern als bei einem Haus. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, schließen Sie Versicherungen für Ihre Immobilie ab, die Wasserschäden und andere Unglücke abdecken.

Für die Berechnung der Instandhaltungskosten gibt es verschiedene Modelle, mit denen Sie die Rücklage berechnen können, die Sie haben sollten, um auf alles reagieren zu können, was an Instandhaltungsarbeiten auf Sie zukommen kann.

  • Das Wohnbaugesetz setzt je nach Alter der Immobilie zwischen 7,10 € und 11,50 € an
  • Die Peters’sche Formel berechnet die Instandhaltungskosten so: Baukosten x 1,5 : 80 (Lebensdauer) x Anteil Gemeinschaftseigentum x qm, wobei der Anteil am Gemeinschaftseigentum nur bei Wohnungen relevant ist und bei einem Haus dem Wert 1 entspricht
  • Einen Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat zurückzulegen, wird vom Verband privater Bauherren empfohlen

Wie können Sie Instandhaltungskosten einsparen?

  • Entscheidend für die Qualität der Immobilie ist die Güte der Bausubstanz. Wenn über eine verstopfte Regenrinne jahrelang Feuchtigkeit ins Mauerwerk sickert, dann kreiert das eine Situation, die in der Instandhaltung teuer wird.
  • Ein entscheidender Faktor ist Kontinuität: Regelmäßige Wartungsarbeiten sind günstiger zu beheben, als wenn es durch Nachlässigkeit zu einem großen Schaden kommt. Ein Wartungsplan kann hier helfen, keinen Termin zu verpassen. Diese Aufgabe können Sie an eine Hausverwaltung abgeben, welche die Urlaubsregion kennt und deshalb auch kostengünstige Dienstleister findet und Verträge verhandeln kann.
  • Sorgen Sie für Energieeffizienz! Das beginnt bei den Geräten selbst und schließt auch deren Abschalten bei Nichtgebrauch über einen längeren Zeitraum ein.
  • Bei Investitionen achten Sie auf Qualität, das zahlt sich über einen längeren Zeitraum immer aus.
  • Wenn Sie handwerklich geschickt sind, führen Sie kleinere Reparaturen selbst durch, das kann eine Menge Geld sparen
  • Und zu guter Letzt: Informieren Sie Ihre Mieter über die Eigenheiten Ihrer Ferienimmobilie, so dass durch diese keine Schäden entstehen.

Ferienhaus: Selbst vermieten oder eine Agentur beauftragen?

Eine Hausverwaltung kann die Vermietung und Wartung Ihrer Ferienwohnung übernehmen und Ihnen damit jegliche Mühe abnehmen. Die Agentur organisiert die Vermietung und das Saubermachen zwischen den Mietzeiten, sie kümmert sich um die Wartungsarbeiten und engagiert Handwerker. Vor allem, wenn Sie Ihre Ferienimmobilie zu mehreren besitzen, ist eine Hausverwaltung sehr empfehlenswert, weil der Aufwand, sich abzusprechen, aus der Gleichung genommen wird. Wählen Sie eine lokale Agentur, die sich in der Region auskennt und Ihre Immobilie richtig einschätzen kann.

Wenn Sie alle Hinweise beachten und mit Ihrem Steuerberater ein effizientes Konzept ausarbeiten, wird die Vermietung Ihrer Ferienwohnung Freude bereiten und sich lohnen. Außerhalb der Vermietungszeiten können Sie Ihr Zweit-Zuhause nutzen und sich eine Auszeit gönnen, wann immer Sie diese benötigen.