Nach einem Ortstermin des Bauausschusses Anfang Mai hat die Stadt gemeinsam mit dem Bauunternehmen nochmals unterschiedliche Varianten zum weiteren Zeitablauf der Baustelle Stadtunterführung Friedensstraße geprüft. Im Ergebnis hält die Stadt an der ursprünglichen Planung mit einer Vollsperrung ab dem 24. Juli mit Beginn der Sommerferien fest.


Eine Vollsperrung ist unumgänglich

Denn in den Ferien ist das Verkehrsaufkommen in der Regel deutlich niedriger, und in den Sommermonaten ist es auch besser möglich, alternativ auf das Fahrrad umzusteigen oder zu Fuß unterwegs zu sein. Grundsätzlich ist die Vollsperrung unumgänglich, um die Abdichtung der Betonbodenplatte und die Asphaltschichten der Fahrbahn in einem Durchgang herzustellen und die entsprechenden vorbereitenden Instandsetzungsarbeiten fachgerecht ausführen zu können. Die Vollsperrung wird über die Sommerferien hinaus bis voraussichtlich Anfang Oktober notwendig sein.

Bis zu den Ferien werden noch die Arbeiten an der Ostwand der Unterführung von der Haßlocher Straße bis zur Waldstraße andauern

Hier ist es zu unerwarteten Verzögerungen gekommen, weil die Betonqualität des über 60 Jahre alten Bauwerks deutlich schlechter war, als dies in den Bauvoruntersuchungen angenommen wurde. Deshalb musste das Sanierungsverfahren zum Teil komplett umgestellt werden. Damit die neue Wandbeschichtung dauerhaft hält, war wesentlich mehr Aufwand zu betreiben, um den alten Beton entfernen, große Risse verschließen und neue Betonschichten auftragen zu können. All dies war auch in den Bauvoruntersuchungen nicht erkennbar. Planmäßig sollte auch die Westseite bis zu den Sommerferien in Richtung Opel-Altwerk fertig saniert sein.

Der angepasste Zeitplan sieht nun aber vor, dass nach der Ostwand im nächsten Schritt die Fahrbahndecke bis voraussichtlich Anfang Oktober hergestellt wird, weil auch bei der Betonbodenplatte unterhalb der Asphaltschichten mit schlechten, mangelhaften Betonqualitäten gerechnet wird. Erst ab Anfang Oktober wird dann die Westseite der Unterführung bearbeitet. Dieses Vorgehen wurde gewählt, da die Abdichtungs- und Asphaltarbeiten deutlich witterungsempfindlicher sind, als die nun für den Herbst nachgelagerten Sanierungsarbeiten an der Westseite. Darüber hinaus wäre bei einer zeitlichen Verschiebung der Asphaltarbeiten aufgrund vertraglicher Abweichungen mit deutlichen Preissteigerungen bei diesem Gewerk zu rechnen gewesen.

Während der Sperrung der Unterführung wird der Verkehr umgeleitet

Die Umleitung verläuft nördlich der Unterführung über die Frankfurter und Mainzer Straße sowie südlich im Wesentlichen über den Rugbyring. Die Stadt wird in Kürze umfangreich im Internet und auf ihrer Facebook-Seite informieren. Auf einer entsprechenden Grafik werden die Umleitungen gut ersichtlich sein. Von der Vollsperrung wird auch der Busverkehr betroffen sein. Details werden die Stadtwerke ebenfalls noch bekannt geben.

Ab Anfang Oktober wieder einseitige Verkehrsführung

Sobald die Fahrbahn ab Anfang Oktober fertig ist, wird wieder eine einspurige Zufahrt zur Innenstadt möglich sein. Dann ist für den Autoverkehr nur noch eine Umleitung stadtauswärts notwendig.

Wann genau die Sanierung der Westseite abgeschlossen sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkretisiert werden. Insgesamt wird sie jedoch zügiger als die Ostseite verlaufen, weil hier im Zuge der Sanierung bereits wichtige Erfahrungen hinsichtlich der Betonqualität gewonnen werden konnten. Allerdings sind auch hier wieder bestimmte Faktoren wie unter anderem Witterungsverhältnisse, Bauteiltemperaturen oder Luftfeuchtigkeit ausschlaggebend, um einen optimalen Ablauf zu gewährleisten.