Gustavsburg1
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Die Arbeiten an der Fußgänger- und Radfahrerunterführung in Ginsheim-Gustavsburg schreiten voran. Auf Anfrage von BYC-News teilte die Stadtverwaltung mit, dass die Unterführung voraussichtlich bereits ab dem 6. Oktober 2023 eingeschränkt nutzbar sein wird.

Die Stadt beantwortete die Fragen der Redaktion wie folgt:

Wie ist der aktuelle Stand beim Bau der Fußgänger- und Radfahrerunterführung und welche Arbeiten finden aktuell statt?

Antwort der Stadtverwaltung: Zurzeit werden die Bewehrungs- und die Betonarbeiten für die Fuß- und Radweg- Unterführung sowohl unter den Bahngleisen (Trogbauwerk) als auch der Rampenbereich in Richtung Ginsheim ausgeführt.

Wie lange wird die halbseitige Sperrung der bereits bestehenden Unterführung noch andauern?

Antwort der Stadtverwaltung: Die mit den beteiligten Behörden – Hessen Mobil, Polizei, Stadtverwaltung – abgestimmte Verlängerung der verkehrsrechtlichen Anordnung wird bis zum 6. Oktober 2023 laufen. Bis dahin sollen die Arbeiten soweit vorankommen, dass der Trog – die Unterführung für Kraftfahrzeuge – dann wieder auf beiden Spuren durch den motorisierten Verkehr befahren werden kann.

Der Trog (die Unterführung) für Fußgänger und Radfahrer soll bis dahin soweit fertig gestellt sein, dass dieser dann zumindest eingeschränkt genutzt werden kann.

Bleibt die Freigabe für den Schwerlastverkehr auch weiterhin bestehen? Wenn ja, wie lange?

Antwort der Stadtverwaltung: Ja, die Freigabe für den Schwerlastverkehr bleibt weiterhin bestehen, da dies auch Teil der verkehrsrechtlichen Anordnung ist. Daher wird der Schwerlastverkehr für die komplette Dauer der Maßnahme (6. Oktober 2023) durch den Trog freigegeben sein.

Wie sind aktuell die Aussichten auf eine dauerhafte Sperrung der Unterführung für den Schwerlastverkehr?

Antwort der Stadtverwaltung: Durch Änderungen in der Anwendung von Richt- und Schwellenwerten sind die Chancen für eine Sperrung auf deren Grundlage im Vergleich zur letzten schalltechnischen Untersuchung im Jahr 2014 leider stark gesunken. Damals hatte die Untersuchung auch nur geringfügige Überschreitungen an einem Haus im gesamten Streckenverlauf ergeben. Für dieses Gebäude gab es bezuschusste Sanierungsmöglichkeiten für schallgeschützte Fenster. Zudem wäre vor einer Sperrung aufgrund von Lärm zunächst das „mildere“ Mittel, nämlich die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h, zu prüfen.

Bürgermeister Thorsten Siehr verfolgt daher einen anderen möglichen Weg, das gewünschte Ziel zu erreichen. Er stützt sich auf eine Bestimmung in der Straßenverkehrsordnung, in der darauf hingewiesen wird, dass eine Anordnung – in diesem Fall für ein LKW-Durchfahrtverbot –  zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Abgasen oder zur Unterstützung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung erfolgen kann. Die Anordnung befindet sich im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens für das neue Feuerwehrhaus in Vorbereitung und kann hoffentlich zeitnah zum Abschluss der Arbeiten an der Unterführung erlassen werden.

Wie aufschlussreich können die Ergebnisse des Tests mit dem Schwerlastverkehr sein, wenn dieser nur während der halbseitigen Sperrung durchgeführt wird?

Antwort der Stadtverwaltung: Bei der angesprochenen Testphase, ging es darum zu schauen, wie sich die Verkehrssituation verhält, wenn der Schwerlastverkehr wieder durch den Trog fahren kann. Bei der Sperrung des Schwerlastverkehres ist es zu vermehrten Einsätzen der Stadtpolizei und Landespolizei gekommen, um den Verkehr in und um den Trog zu regeln. Es haben sich öfter LKWs im Trog festgefahren, die die Beschilderungen des Durchfahrtsverbotes missachtet haben. Die LKWs habe n mehrmals den sich am Trog befindlichen Grünstreifen zerstört, in dem Sie über den Bordstein auf den Grünstreifen gefahren sind um dort aus dem Trog zu kommen. Diese Wendemanöver haben eine erhebliche Gefahr für anderer Verkehrsteilnehmer zur Folge. Bei der Testphase konnte dann festgestellt werden, dass es keinen erheblichen Rückstau vom Trog in die Pestalozzistraße oder gar bis zur Darmstädter Landstraße gegeben hat. Allerdings berichten Anwohner*innen immer wieder von Begegnungen innerhalb des Troges, die auf Missachtung der Ampelphasen zurückzuführen sind. Hierzu wird es in der kommenden Woche einen Ortstermin mit den Anwohnern, dem Ordnungsamt und dem Bürgermeister geben.

Artikel-Empfehlung der Redaktion:

In den kommenden Wochen müssen sich Verkehrsteilnehmer auf der K 16 zwischen Wörrstadt und Rommersheim auf Beeinträchtigungen einstellen. Ab Dienstag, den 20. Juni, wird die Kreisstraße K 16 im Auftrag des Landkreises Alzey-Worms einer umfangreichen Fahrbahnerneuerung unterzogen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis August 2023 andauern. Für den Verkehr bedeutet dies, dass die Strecke zwischen der Zufahrt zum Neubornbad, dem Wertstoffhof und dem Tennisclub Wörrstadt (“Am Schwimmbad”) bis zum Ortseingang Rommersheim abschnittsweise voll gesperrt wird.

Vollsperrung zwischen Wörrstadt und Rommersheim für mehrere Wochen