Er ist sehr beliebt und immer mehr Erwachsene besorgen ihn sich in der Adventszeit – der Adventskalender. Doch die wenigsten wissen, woher der Adventskalender überhaupt kommt. Die Tradition des Adventskalenders hat seine ganz eigene Geschichte.

Die Geschichte des Adventskalenders ist spannend

Ein Adventskalender hilft groß und klein die Tage bis Weihnachten zu verkürzen. Doch anders als vielleicht erwartet ist der Brauch noch gar nicht so alt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstand die Tradition des Adventskalenders. Der Ursprung ist jedoch nicht einer konkreten Person zuzuordnen.

Heute werden die beliebten Weihnachtskalender, mit den unterschiedlichsten Dingen befüllt. Es gibt sie mit Schokolade oder anderen Süßigkeiten, aber auch mit Spielzeugen oder anderen tollen, kleinen Geschenken. Dabei gibt es selbst gebastelte, aber auch gekaufte Kalender. Der Countdown bis Heiligabend kann von Jedem super einfach runtergezählt werden. Auch online gibt es mittlerweile zahlreiche Adventskalender. Dazu zählen Kalender mit Bildern, die vor allem für Kinder geeignet sind, aber auch andere für Erwachsene. Der Casino Adventskalender beispielsweise soll allen Freude bereiten und zum Beispiel Freispiele verschenken.

Der Ursprung des Adventskalenders

Jeder Mensch hält es unterschiedlich mit den Adventskalendern. Das war auch schon früher so. Die ersten Arten von Adventskalendern hatten noch recht wenig mit Geschenken zu tun. Viele Familien malten Kreidestriche in der Mitte des 19. Jahrhunderts an die Wand. Die Kinder durften dann jeden Tag einen Strich wegwischen.

Oft galten auch Kerzen als Adventskalender. Diese wurde in 24 Abschnitte geteilt und jeden Tag angezündet. Nachdem der Abschnitt abgebrannt war, wurde die Kerze gelöscht bis zum nächsten Tag. Manche Familien nahmen auch 24 Kerzen. Beliebt war es außerdem, dem Jesuskind jeden Tag einen Strohhalm in die Krippe zu legen. Dies war vor allem in den katholischen Gemeinden der Fall. Das Jesuskind war dadurch jeden Tag weicher gebettet. Zuerst belegt ist der Brauch, die Tage bis Weihnachten zu zählen, bei Johann Hinrich im Jahr 1838.

So wurde der Adventskalender erfunden

Die Adventszeit ist die geistige und seelische Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Für Kinder ist Zeit schwer zu verstehen. Eltern mussten sich also etwas einfallen lassen, um die Zeit bis Weihnachten greifbarer zu machen. Um die Wartezeit bis Heiligabend zu verkürzen, nähte die Mutter von Gerhard Lang 24 Plätzchen an einen Karton. Bis Heiligabend durfte er jeden Tag eines davon essen. Dadurch konnte er sehen, wie viele noch übrig sind.

Als Erwachsener hörte Gerhard Lang immer dieselbe Frage von Kindern an ihre Eltern. Ihm war klar, dass diese einen Kalender brauchen, den Kinder sich gerne anschauen. Da er Besitzer einer Druckerei war, gab er im Jahr 1908 einen Kalender in Auftrag. Zwei feste Kartons wurden dafür benutzt. Auf einem waren Fenster für jeden Tag. Der zweite Karton besaß kleine Bilder, die Kinder ausschneiden und auf das erste Bild kleben konnten. Seitdem wissen Kinder ganz genau, wann endlich Weihnachten ist.

Seit der Erfindung des Adventskalenders haben sich die Arten und der Aufbau immer weiterentwickelt. Im Laufe der Zeit wurden die Motive weniger christlich. Die ersten gedruckten Adventskalender waren zum selber Basteln. Die Kalender, bei denen die Türchen geöffnet werden können, erschienen ungefähr 1920. 1958 kam der erste Adventskalender mit Schokolade auf den Markt. Heute ist der Kalender bei vielen Kindern und Erwachsenen immer noch sehr beliebt. Erwachsene werden durch den Adventskalender an die Magie der Weihnachtszeit im Kinderalter erinnert. So ist es jedem möglich, noch ein bisschen länger Kind zu bleiben.