Das Ministerium des Innern und für Sport in Rheinland-Pfalz informiert darüber, dass sich derzeit die Fehlanrufe auf der Notrufnummer 112 aufgrund eines technischen Problems häufen, das auf ein Android-Update aus dem vergangenen Jahr zurückzuführen ist. Das Ministerium appelliert daher an alle Android-Nutzer.

Bis zu 200 Fehlanrufe täglich

Nach aktuellen Erkenntnissen wird durch das Android 13-Update unbeabsichtigt ein automatischer Notruf von den Mobiltelefonen ausgelöst. Dies geschieht oft unbemerkt von den Nutzern, was zu einer erheblichen Belastung der Leitstellen in ganz Deutschland führt. Derzeit kommt es täglich zu bis zu 200 solcher fehlerhaften „Hosentaschenanrufe“ pro Leitstelle.

Die Bearbeitung jedes einzelnen Anrufs erfordert den Einsatz von Leitstellendisponenten, was zu einem erheblichen Mehraufwand in den Leitstellen führt. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer verzögerten Bearbeitung von tatsächlichen Notrufen führen, was potenziell lebensbedrohliche Konsequenzen haben könnte.

Das Ministerium appelliert daher dringend an alle Besitzer von Android-Mobiltelefonen, diese schnellstmöglich zu aktualisieren. Ein aktuelles Software-Update wurde entwickelt, um das Problem zu beheben und weitere Fehlanrufe zu verhindern.

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Die Geldautomatensprengungen in Deutschland bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Im Jahr 2021 gab es 392 Fälle, 2022 waren es schon inklusive der Versuche über 500. Im laufenden Jahr 2023 sind bereits (Stand April 2023) 132 Geldautomaten gesprengt worden. Als Hauptziel sind Rheinland-Pfalz (18), NRW (48), Niedersachsen (19) und Hessen (20) am meisten im Bundesgebiet betroffen. Geldautomaten-Sprengungen in Deutschland finden zu 80 Prozent in diesen vier Bundesländern statt. Das liegt insbesondere an den organisierten Tätergruppierungen aus den Niederlanden und der damit zusammenhängenden Nähe.

Geldautomatensprengungen – “Politisches Zögern gefährdet Bürger und Polizei”