Am Donnerstag (11. August 2022) kam es gegen 14:00 Uhr zu einem Unfall in einer Achterbahn im Legoland Günzburg (Bayern). 31 Personen, darunter 10 Kinder, wurden dabei verletzt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war vor Ort im Einsatz.

Die Bergung der Verletzten gestaltete sich schwierig

Wie die Polizei mitteilt, hielt ein Zug der Achterbahn an. Ein dahinter fahrender Zug bremste aus bislang ungeklärter Ursache nicht vollständig ab und fuhr auf diesen auf. Glücklicherweise war kein Zug entgleist und keine Person herausgefallen. Aufgrund der Situation vor Ort war eine gleichzeitige Bergung der Fahrgäste nicht möglich. Erst nach Bergung der Fahrgäste aus dem ersten Zug konnte der zweite Zug in eine Position gebracht werden, welche das Aussteigen ermöglichte.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand wurden 30 Personen leicht und eine Person schwer verletzt. 16 Personen mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. 15 Personen konnten nach ärztlicher Begutachtung vor Ort nach Hause entlassen werden. Bei den Verletzten handelte es sich um zehn Kinder, einen Jugendlichen und 20 Erwachsene. Die Fahrgäste und deren Angehörige wurden vor Ort durch ein Kriseninterventionsteam betreut.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen, die sich vor Ort einen Überblick über das Geschehen verschaffte, beauftragte einen Sachverständigen zur Klärung der Unfallursache. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm übernommen.

Es waren insgesamt rund 150 Einsatzkräfte vor Ort:

  • die Freiwillige Feuerwehr Ichenhausen
  • die Freiwillige Feuerwehr Deffingen
  • die Freiwillige Feuerwehr Dezingen
  • die Freiwillige Feuerwehr Günzburg
  • die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Augsburg
  • die Polizei
  • die Kriminalpolizei
  • Notfallseelsorger
  • eine Vielzahl von Rettungskräften
  • drei Rettungshubschrauber wurden vorsorglich alarmiert