Warnung der Polizei
Warnung der Polizei

Betrüger haben erneut zugeschlagen und dabei eine 89-jährige Frau aus Neu-Isenburg um 250.000 Euro erleichtert. Die Polizei Südosthessen warnt erneut eindringlich vor der Masche und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Die Masche der Täter war ein sogenannter Schockanruf:

Eine Frau gab sich am Telefon als Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft Offenbach aus und behauptete, dass der Neffe der Seniorin eine Frau überfahren und dabei getötet hätte. Um ihren Neffen auf Kaution freizulassen, müsse die Seniorin Geld an die Staatsanwaltschaft zahlen. Einige Stunden später tauchte eine unbekannte Abholerin bei der 89-Jährigen auf und nahm das Geld in Empfang.

Gegen 17 Uhr erschien binnen kurzer Zeit eine unbekannte Abholerin zwei Mal an der Wohnungstür des Opfers in der Kurt-Tucholsky-Straße. Die 89-Jährige, die bis zum Eintreffen der Abholerin in der Telefonleitung gehalten wurde, übergab dieser letztlich insgesamt 250.000 Euro in bar in einer Umhängetasche. Anschließend machte sich die Kriminelle aus dem Staub.

Personenbeschreibung der Täterin:

  • etwa 1,75 Meter groß
  • schlank
  • mittellange dunkle Haare
  • dunkle Umhängetasche
  • sprach hochdeutsch

Die zuständige Kriminalpolizei in Offenbach bittet nun um Zeugenhinweise zu der Abholerin unter der Rufnummer 069 8098-1234. Die Polizei in Offenbach bittet nun um Zeugenhinweise zu der Abholerin.

Da solche Taten neben erheblichen finanziellen auch oftmals psychische Auswirkungen mit sich bringen, rät die Polizei erneut zur Wachsamkeit und gibt Tipps

Die Betrüger setzen bewusst auf einen Schockmoment und setzen ihre Opfer zeitlich unter Druck, um sie zu unüberlegten und schnellen Entscheidungen zu drängen. Oft bemerken Opfer den Betrug erst, wenn es zu spät ist. Daher rät die Polizei erneut dazu, sich am Telefon auf keinen Fall unter Druck setzen zu lassen und zu kurzfristigen Entscheidungen verleiten zu lassen.

Die Betrüger nutzen verschiedene Maschen wie den falschen Polizeibeamten oder den Enkeltrick, um ältere Menschen dazu zu bewegen, Geld zu übergeben oder zu hinterlegen. Es handelt sich um Betrugsmaschen, die vorwiegend auf ältere Menschen abzielen, da diese oft leichtgläubiger sind als jüngere Menschen.

So können Sie sich vor Telefonbetrügern schützen:

  • Denken Sie daran: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste.
  • Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Rufen Sie den Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
  • Bedenken Sie: Niemals ist die Behandlung eines Unfallopfers von einer vorherigen Zahlung eines Geldbetrages abhängig!

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