Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende hat am Montag (19. Dezember 2022) mit Vertretern der Berufsfeuerwehr Wiesbaden und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ein neues Mehrzweckboot der Berufsfeuerwehr und den erweiterten DLRG-Bootsanleger am Rhein offiziell eingeweiht.

Das Boot aus dem Jahr 1991 wurde durch ein neues Mehrzweckboot ersetzt

„Wir haben in die schnelle Rettung von Menschen investiert und die Hilfeleistungen auf Rhein und Main weiter verbessert. Das Boot aus dem Jahr 1991 wurde durch ein neues Mehrzweckboot ersetzt. Es ist größer, schneller und moderner als das Vorgängermodell und hilft dabei, Menschen noch besser aus Gefahrensituationen zu retten“, sagte Mende. „Kolleginnen und Kollegen der Feuerwache 2 haben während der Einweisung bereits mehr als 200 Stunden mit dem Boot auf dem Wasser verbracht. Sie haben Manöver trainiert und die Vorteile der modernen Technik kennengelernt. Entsprechend groß ist die Freude über das neue Boot“, ergänzte der Leiter der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, Andreas Kleber. Durch die gemeinsame Nutzung der Steigeranlage intensiviere sich weiterhin die Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und der DLRG.

Das neue Mehrzweckboot wurde für rund 150.000 Euro angeschafft. Zwei je 115 PS-Motoren beschleunigen es auf bis zu 70 Stundenkilometer. Im Gegensatz zum bisherigen Boot verfügt das neue über einen überdachten und beheizten Steuerstand sowie größere feuerwehrtechnische Beladung, etwa eine Feuerlöschkreiselpumpe und ein Sonargerät. Es bietet zehn Personen Platz. Nach der offiziellen Einweihung fuhren Mende und Kleber mit dem neuen Boot zum erweiterten DLRG-Anleger an der Rampenstraße 1.

Der Kölner Student Max Behnke hat die Wasserrettung in Wiesbaden wissenschaftlich analysiert und aufgearbeitet

Der Titel seiner Studienarbeit lautet „Wasserrettung im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr Wiesbaden“ und „Feuerwehrspezifische Gefahrenabwehr in der Binnenschifffahrt“.

Ein Ergebnis: Der bisherige Standort des Anlegers sei nicht optimal gewesen. Unter anderem gäbe es Probleme bei Niedrigwasser sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen selbst für Einsatzfahrten. Ein besserer Standort wäre näher an der Theodor-Heuss-Brücke. Einzige Option um dies zu realisieren, war die Erweiterung des DLRG-Anlegers an der Rampenstraße. Die Kosten dafür beliefen sich auf etwa 60.000 Euro. Unter anderem nutzt das neue Mehrzweckboot den erweiterten Anleger.