In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (14. Juli 2022) hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Wiesbaden alle Hände voll zu tun. Insgesamt drei Einsätze, von denen zwei mehrere Stunden andauerten, hielten sie auf Trab.


Bodenfeuer auf über 5000 Quadratmetern

Am späten Mittwochabend gingen zeitgleich mehrere Notrufe in der Leitstelle Wiesbaden ein. Die Anrufenden berichteten von einem starken Brandgeruch im Bereich der Platte. Aufgrund der aktuellen Waldbrandgefahrenstufe wurde ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften an die Einsatzstelle entsendet.

Nach über einer Stunde Suche wurde im Bereich der Weher Wand ein Bodenfeuer auf rund 5000 Quadratmetern vorgefunden. In sehr unwegsamen Gelände brannten Gestrüpp und Baumstümpfe, aufgrund der trockenen Vegetation drohte sich das Feuer weiter auszubreiten. Zügig wurde die Brandbekämpfung mittels Löschwasser und Feuerpatschen eingeleitet. Das Löschwasser wurde aus einer am Jagdschloss installierten Löschwasserzisterne beschafft und mit mehreren Tanklöschfahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht. Auf dem dortigen Parkplatz wurde ein Bereitstellungplatz eingerichtet um die 85 Einsatzkräfte bedarfsgerecht an die Einsatzstelle entsenden zu können.

Alle Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte, Biebrich, Breckenheim, Erbenheim, Nordenstadt und Sonnenberg waren vor Ort. Die Informations- und Kommunikationsgruppe verstärkte das Personal in der Zentralen Leitstelle und unterstützen die Führungskräfte vor Ort. Die Logistikgruppe sorgte für kühle Getränke bei dem kräftezehrenden Einsatz. Rettungsdienst und Polizei stellten den Grundschutz sicher. Die Aufräumarbeiten dauerten noch bis in den Morgen hinein an. Die Brandnachschau wird durch die Feuerwache 1 übernommen.

Parallel ging ein weiterer Notruf ein

Noch während der Einsatz auf der Platte andauerte, wurde gegen 23.30 Uhr ein Feuerschein zwischen Kloppenheim und Medenbach gemeldet. Es brannte ein rund 200 Quadratmeter großer Misthaufen. Die Freiwilligen Feuerwehren Medenbach, Igstadt und Kloppenheim, sowie ein aus der Freizeit nachbesetzter Einsatzführungsdienst wurden zur Einsatzstelle entsendet. Mit Hilfe eines privaten Radladers wurde der Misthaufen auseinandergezogen und abgelöscht. Das Löschwasser musste über 400 Meter Wegstrecke bis zum Brand gefördert werden, weil ein Großteil der Wiesbadener Tanklöschfahrzeuge beim Einsatz auf der Platte gebunden war.

Auch die Feuerwehr Dotzheim musste ausrücken

Um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherstellen zu können, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Frauenstein, Dotzheim, Kastel, Kostheim, Bierstadt und Auringen in Bereitschaft versetzt. Es dauerte auch nicht lange, da erhielt die Freiwillige Feuerwehr Dotzheim einen Einsatz im Häherweg. Eine psychisch auffällige Person hatte in ihrer Wohnung gezündelt. Das Brandgut wurde abgelöscht und die Wohnung belüftet.