Der Personalmangel in den Mainzer Kitas spitzt sich immer weiter zu. Seit geraumer Zeit macht die CDU durch Anfragen, Pressemitteilungen und im Jugendhilfeausschuss auf diesen Missstand aufmerksam. Bislang hat Sozialdezernent Eckart Lensch (SPD) die Situation jedoch runtergespielt.


„Nicht erst seit der Corona-Krise am Limit“

Der zukünftige CDU-Fraktionsvorsitzende Ludwig Holle fordert die Verwaltung auf, endlich zu handeln. „Die Erzieherinnen und Erzieher arbeiten nicht erst seit der Corona-Krise am Limit“, so Holle. Sie müssten so schnell wie möglich entlastet werden, damit sie und die Kinder nicht unter der Politik der Stadt leiden müssten.

Die jugendpolitische Sprecherin der CDU Claudia Siebner schließt sich dieser Kritik an

„Diese schwierige Situation zeichnet sich seit vielen Jahren ab“, so Siebner. Jede Mahnung bei der Verwaltung sei seitdem ins Leere gelaufen. „Der Sozialdezernent muss etwas unternehmen“, fordert Siebner. Es sei endlich an der Zeit, dem Personalmangel Abhilfe zu schaffen. Dazu müsse Lensch mit den Eltern sprechen, sich ein Bild von der Situation vor Ort machen und schließlich ein Konzept entwickeln, welches die Lage gesamtstädtisch analysiert und Lösungsvorschläge aufzeigt. „Die Stadt muss die Sorgen des Kita-Personals endlich ernst nehmen und für schnelle Entlastung sorgen“, sagt Siebner. In der jetzigen Situation sei die Stadt nicht mehr in der Lage, ihren Bildungs- und Betreuungsauftrag zu erfüllen. „Es kann nicht sein, dass Eltern inzwischen beinahe täglich an ihrem Arbeitsplatz mit der Aufforderung angerufen werden, ihr Kind binnen kürzester Zeit abzuholen, weil die Betreuung nicht mehr gewährleistet werden kann“, kritisiert Siebner. Jetzt bekommen die Eltern die Versäumnisse der Stadt der letzten Jahre zu spüren. „Neben kurzfristigen Entlastungsmaßnahmen und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, muss auch über eine Anhebung des Lohnniveaus nachgedacht werden“, so Siebner abschließend.