Ein Umzug ist in der Regel sehr stressig. Bereits im Vorfeld müssen viele bürokratische Angelegenheiten geklärt werden. Dann folgt der Umzugstag selbst und die Nachbereitung. Noch komplizierter kann dies werden, wenn der Umzug in die Schweiz erfolgt. Daher sind im Folgenden ein paar Tipps für euch zusammengestellt, auf was ihr dabei achten solltet. So könnt ihr euch einiges an Stress ersparen.

Vorbereitung

Weil die Schweiz kein EU-Staat ist, benötigt ihr für den Aufenthalt einen Aufenthaltstitel. Diesen erhaltet ihr, wenn ihr euch bei eurer neuen Wohngemeinde ummeldet. Zwar muss die Ummeldung nicht zwangsweise vor dem Umzug geschehen, aber ihr braucht euren Aufenthaltstitel für eure Arbeitsstelle. Deshalb ist eine frühe Ummeldung sinnvoll. Wenn ihr euch nicht rechtzeitig ummelden könnt und euer Arbeitgeber auf einen Aufenthaltstitel besteht, könnt ihr diesen auch beim Kantonalen Migrationsamt beantragen.

Außerdem habt ihr eine Krankenversicherung in der Schweiz abzuschließen. Dies ist dort nämlich Pflicht und deshalb muss jeder Einreisende nach spätestens drei Monaten einen Vertrag mit der Krankenkasse abgeschlossen haben. Trotz dieser Übergangsfrist von drei Monaten ist es empfehlenswert, sich zumindest vor der Einreise bereits über Versicherungen zu informieren. Schließlich wollt ihr sicherlich nicht einige Zeit lang ohne Krankenversicherung sein. Außerdem ist jede Krankenversicherung verpflichtet, alle Antragsteller aufzunehmen. Daher könnt ihr eure Versicherung frei wählen.

Als weiteren Tipp solltet ihr vor dem Umzug Adapter für die Steckdosen kaufen. In der Schweiz gibt es nämlich zum Teil andere Steckdosen als in Deutschland. Um zu verhindern, ohne Strom dazustehen, eignet sich der vorherige Kauf solcher Adapter. Meist kosten sie nur circa 20 Euro pro Stück. Des Weiteren ist es sinnvoll, wenn ihr bereits eine Möglichkeit schafft, an Schweizer Franken zu gelangen. Schließlich müsst ihr in der Schweiz einkaufen. Am einfachsten ist es, ihr eröffnet ein Konto bei einer Schweizer Bank.

Umzug

Für einen Umzug nach Schweiz sollte eine Umzugsfirma gebucht werden, die damit Erfahrung hat. Die Herausforderung hierbei liegt nämlich nicht nur im Transport, sondern es gibt auch viele bürokratische Fallstricke. An der Schweizer Grenze warten nämlich Zollbeamte auf euch. Eine nicht mögliche Zollabwicklung kann den kompletten Umzug gefährden. Daher sind bereits vorher die Umzugsgüter anzumelden. Aus diesem Grund solltet ihr ein kompetentes Umzugsunternehmen wählen, welches Erfahrung mit dem Zoll besitzt. Dieses nimmt euch solche Aufgaben ab und ihr habt genug Zeit für die anderen bürokratischen Angelegenheiten.

In der Schweiz

In der Schweiz angekommen solltet ihr nochmals prüfen, ob ihr einen Aufenthaltstitel und eine Krankenversicherung habt und ob ihr umgemeldet seid. Noch lassen sich nicht erledigte Aufgaben nachholen. Außerdem sind eure deutschen Führerscheine in der Schweiz nur 12 Monate lang gültig. Daher gilt es möglichst bald nach der Einreise beim kantonalen Straßenverkehrsamt einen Schweizer Führerschein zu beantragen. Hierfür sind ein Sehtest und eine medizinische Untersuchung Voraussetzung.

Außerdem muss der Aufenthaltstitel für die Schweiz regelmäßig verlängert werden. Wenn ihr einen Arbeitsvertrag mit einer Gültigkeit von über einem Jahr habt, dann erhaltet ihr in der Regel die Aufenthaltsbewilligung B. Diese muss alle fünf Jahre verlängert werden.

In der Schweiz angekommen erhaltet ihr vom Staatssekretariat für Migration einen Ausländerausweis. Zwar gilt dann für euch die Ausweispflicht, aber es gibt keine Mitführpflicht. Dies bedeutet, ihr müsst euren Ausländerausweis nicht immer mitführen. Neben den vielen bürokratischen Aspekten gibt es natürlich auch einige kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Schweizern zu beachten. Diese werdet ihr jedoch schnell selbst bemerken…