Das Telefon funktioniert nicht mehr, die Heizung springt nicht an, das Licht ist aus, der Herd bleibt kalt: Viele Lebensbereiche sind vom Strom abhängig. Doch was passiert, wenn der Strom tatsächlich einmal ausfallen sollte und wie kann ich mich auf eine solche Situation vorbereiten? Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen informiert, wie die Bürgerinnen und Bürger Vorsorge treffen können, um mögliche Auswirkungen auf sich und ihr Umfeld mildern zu können.

Im Falle eines Stromausfalls kann es unter anderem schwierig werden, Lebensmittel und Trinkwasser zu bekommen

Deshalb sollten Bürgerinnen und Bürger einen gewissen Grundvorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln in ihrem Haushalt für den Notfall vorhalten. Neben Lebensmitteln sollten aber auch notwendige Medikamente und Hygieneartikel vorhanden sein. Auch mit warmer Kleidung und Decken lässt sich die Heizung an kalten Tagen eine Zeit lang ersetzen. Als alternative Lichtquellen können Taschenlampen mit Ersatzbatterien oder Kerzen aushelfen. Um im Notfall so lange wie möglich informiert zu bleiben und erreichbar zu sein, ist es zudem sinnvoll, eine aufgeladene Powerbank und ein Radio mit Batteriebetrieb oder Aufladung per Kurbel zu besitzen. Ebenso sollten die Bürgerinnen und Bürger über eine ausreichende Bargeldreserve für ein paar Tage verfügen, wenn zum Beispiel die Geldautomaten nicht mehr funktionieren. Denn auch sie benötigen natürlich Strom.

Eine „persönliche Checkliste“ mit Informationen zur Vorsorge bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf der Website www.bbk.bund.de. Dort können auch hilfreiche Broschüren wie der „Ratgeber über das richtige Handeln in Notsituationen“ heruntergeladen werden.

Landkreis trifft Vorkehrungen für möglichen Stromausfall

Wenn das Stromnetz für längere Zeit ausfallen sollte, kann das erhebliche Auswirkungen auf das öffentliche und private Leben haben. Deshalb setzt man sich auch in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen seit diesem Sommer verstärkt mit dem Thema Stromausfall auseinander.

„Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Kommunen des Landkreises planen wir denkbare Szenarien, überprüfen die Infrastrukturen und thematisieren Vorkehrungen, die die Kommunen vor Ort treffen können“, beschreibt Landrätin Dorothea Schäfer. Das Ziel: Die öffentliche Infrastruktur auch mit Feuerwehr und Rettungsdienst am Laufen halten und dafür sorgen, dass Verwaltungen arbeitsfähig bleiben, um die Bürgerinnen und Bürger unterstützen zu können. Ein Aspekt ist etwa das Einrichten von Anlaufstellen für die Bevölkerung, von denen aus Notrufe abgesetzt werden können oder Informationen vermittelt werden. Diese festen Anlaufstellen sollen dann im Notfall durch die Kommunen bekanntgegeben werden.

„Es ist sinnvoll, sich jetzt auf den Ernstfall vorzubereiten und nicht erst, wenn der Notfall direkt vor der Tür steht. Deshalb wollen wir jeden Einzelnen sensibilisieren, um rechtzeitig privat Vorsorge zu treffen und sich mit Familie und Nachbarn zu organisieren – und damit meinen wir umsichtig vorsorgen“, so die stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteure des Landkreises Mainz-Bingen, Michael Braun und Michael März.