Mörfelden-Walldorf lädt seit diesem Sommer seine Mitbürger dazu ein, ungenutzte Obstbestände zum Ernten für Jedermann freizugeben. Wer Obstbäume oder Sträucher besitzt, diese aber nicht erntet, kann sie mit einem gelben Band kennzeichnen und seine Früchte mit anderen teilen. Streuobstwiesen sind eine charakteristische Kulturlandschaft unserer Heimat und stellen einen wichtigen Lebensraum für über 5.000 Pflanzen- und Tierarten dar. Am 23. August 2022 wurde das Projekt vorgestellt. BYC-News Südhessen war vor Ort.

Auch in Mörfelden-Walldorf tragen die Streuobstwiesen mit etwa 1.500 Bäumen zum naturnahen Stadtbild bei

Die Stadt möchte den Erhalt dieser wertvollen Ökosysteme sichern und die Nutzung der örtlichen Streuobstwiesen stärken. Ein paar allgemeine Hinweise sollten beim Ernten beachtet werden, um langfristig ein Miteinander von Mensch und Natur aufbauen zu können: Beim Betreten fremder Grundstücke ist Rücksicht darauf zu nehmen, nichts zu beschädigen und respektvoll mit der Natur und dem Eigentum des Anbieters umzugehen. Nur wo ein gelbes Band hängt, darf geerntet werden. Das Ernten erfolgt auf eigenes Risiko, es sollte auf potentielle Verletzungsmöglichkeiten geachtet werden.

Haftung vorher abklären

Es wird Baumeigentümern empfohlen, Haftungsfragen mit ihrer Versicherung zu besprechen. Die passenden gelben Bänder, spezielle Info-Baumanhänger sowie weiteres Informationsmaterial können im Umweltamt im Rathaus Mörfelden während der Öffnungszeiten abgeholt werden. Für Fragen steht ihnen das Umweltamt gerne unter Umweltamt@moerfelden-walldorf.de oder unter 06105/938 444 zur Verfügung.

Digitale Karte zum registrieren

Wer sich das Angebot der Bürger im Vorhinein anschauen möchte, kann auf der Webseite www.mundraub.org eine digitale Karte einsehen, wo die Eigentümer ihre Bestände registrieren können. „Frisches Obst direkt vom Baum ist ein echter Genuss! Wir freuen uns sehr, das Angebot mit einigen städtischen Bäumen tatkräftig zu unterstützen und hoffen, dass möglichst viele Bürger ihre Obstbäume zum Pflücken anbieten.“, so Bürgermeister Thomas Winkler.