Der voranschreitende Klimawandel mit all seinen Auswirkungen ist auch in Mörfelden-Walldorf ständig präsent. Extreme Hitzeereignissen, wie zuletzt Mitte Juni, oder Starkregen und Stürme, machen die Notwendigkeit für Klima-Anpassungsmaßnahmen, insbesondere im Innenstadtbereich, besonders dringlich. Aus diesem Grund lässt die Stadtverwaltung auf dem Rathausdach in Mörfelden ein Gründach installieren.


Weitere Dachbegrünungen auf öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel dem neuen Feuerwehrgebäude in Walldorf, sind in Planung

„Von mehr Grün im bebauten Gebiet profitieren alle Bürger der Doppelstadt. Wir freuen uns daher hier mit gutem Beispiel vorangehen zu können und hoffen natürlich auf viele private Nachahmer“ so Bürgermeister Thomas Winkler.

Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: neben zusätzlichem Lebensraum für Insekten im stark versiegelten Umfeld des Dalles und natürlich optischen Gesichtspunkten gelten Gründächer als eine der wichtigsten Klimaanpassungsmaßnahmen im urbanen Bereich. Studien zeigen, dass die Lufttemperatur durch Verdunstung über die Pflanzen bis zu 5°C gesenkt werden kann. Zusätzlich werden die rund 400 Quadratmeter Rathausdach im Starkregelfall bis zu 14.000 Liter Regenwasser speichern können, den Kanal entlasten und nicht zuletzt Luftschadstoffe wie etwa Feinstaub binden.

Als Mitglied im Bündnis der Klimakommunen in Hessen konnte die Baumaßnahme komplett durch Landesmittel in Höhe von 41.808 Euro aus der Klimarichtlinie Hessen gefördert werden.

Die Arbeiten beginnen Mitte Juli und werden voraussichtlich bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Wer selbst über ein Gründach oder andere Begrünungsmaßnahmen an seinem privaten Haus nachdenkt, ist herzlich eingeladen, sich über bestehende städtische Förderprogramme und Beratungsangebote im Amt für Umwelt zu informieren.