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Katja Schwalm:
staatlich anerkannte Diätassistentin, Zertifizierung als „Qualifizierte Ernährungsberaterin VFED“, Diabetesassistentin DDG, RICHTIG ESSEN Beraterin, „Ich nehme ab“-Trainerin (DGE).

Der Fleischkonsum in Deutschland hat in den letzten Jahren abgenommen. Im Jahr 2022 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 55 kg, was 2,1 kg weniger als im Jahr 2020 ist. Diese Entwicklung ist erfreulich, dennoch liegt der Fleischkonsum immer noch über den empfohlenen Mengen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Personen, pro Woche nicht mehr als 600 g Fleisch zu verzehren. Um besonders gesundheitsbewusst zu leben und einen geringeren ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, sollte man sich auf maximal 300 g Fleisch pro Woche beschränken, idealerweise in Bio-Qualität. Biofleisch hat bessere Fettsäurenverhältnisse und ist besser für das Klima und das Tierwohl.

Das Angebot an vegetarischen und veganen Alternativen wächst stetig. Kein Wunder, denn 55 % der Deutschen bezeichnen sich als Flexitarier, die nur gelegentlich Fleisch konsumieren, sei es aus Klimagründen oder für die Gesundheit.

Wichtig ist es, auch bei der Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährung, wenig verarbeitete Produkte zu verwenden. Vegetarier und Veganer kennen das Problem, auf Feiern oder Grillpartys nur gummiartigen Grillkäse oder trockene vegane Würstchen zu finden.

Eine vegetarisch-vegane Vielfalt kann jedoch jede Party bereichern. Viele probieren gerne etwas Neues und vielleicht entscheiden sich einige Gäste für eine pflanzenbetonte Ernährung. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung versorgt den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen und beugt ernährungsbedingten Krankheiten vor, die laut WHO den größten Teil aller Erkrankungen ausmachen.

Wie können Sie das Angebot auf Ihrer Party oder Ihrem Grillfest verbessern?

Bieten Sie vegetarische Vorspeisen wie Tapas, Antipasti oder Mezze an. Oliven, Schafskäsecreme, Auberginen- oder Zucchiniröllchen und Crostini mit gefüllten Datteln aus der Mittelmeerküche bieten reichlich Abwechslung und sind gesunde Highlights mit gutem Olivenöl und vielen Antioxidantien.

Versuchen Sie, Salate ohne Fleisch oder Speck anzubieten. Es gibt hervorragende Getreide-, Kartoffel- und Nudelsalate aus der mediterranen, nordafrikanischen oder asiatischen Küche. Sättigende Salate mit Hülsenfrüchten wie Kichererbsen, weißen Riesenbohnen oder Kidneybohnen sind ebenfalls eine tolle Idee.

Alternativen auf dem Grill zu Steak und Würstchen:

Tofu ist eine preiswerte Alternative zu tierischen Grillgerichten. Hier sind einige Tipps für die Zubereitung:

  • Naturtofu gut abtropfen lassen und dann am besten über Nacht marinieren
  • Geräucherter Tofu schmeckt auch unmariniert sehr gut
  • Tofu zusammen mit Gemüse als Spieße braten
  • Marinierter Tofu in Scheiben geschnitten (pro Seite ca. 3–5 Minuten braten)
  • Tipp: Kurz vor dem Braten eine Tasche in den Tofu schneiden und füllen

Marinaden für Tofu:

  1. Asia Style: 5 EL Sojasauce, 1 TL Zucker, 1-2 gehackte Knoblauchzehen, 1 EL Tomatenmark, 1 EL Sesamöl, 1 gehackte Schalotte, 1 gehackte Chilischote.
  2. Mediterraner Style: 5 EL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, 2 EL mediterrane Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano), 1 gehackte Zwiebel, 1 gehackte Knoblauchzehe, etwas Salz und Pfeffer.
  3. BBQ Style: 2 EL Tomatenmark, 1 EL Orangensaft, 1 TL Apfelessig, 1-2 gehackte Knoblauchzehen, 1 TL Rauchpaprika, 2 EL Rapsöl, etwas Cayennepfeffer, Salz, 1 Prise Zucker.

Gäste freuen sich auch über gegrilltes Gemüse und raffinierte Käsevarianten. Ein gegrillter Brie mit Aprikosenchutney oder mit Schafskäse gefülltes Obst wie Pfirsiche oder Aprikosen mit einer leichten Note von Kreuzkümmel runden das Grillfest perfekt ab.

Probieren Sie bei jedem Anlass etwas Neues aus oder laden Sie Gäste ein und bitten Sie sie, eine kleine vegetarische oder vegane Köstlichkeit mitzubringen. Lassen Sie sich inspirieren – Ihre Gesundheit und die Natur werden es Ihnen danken.

Katja Schwalm schreibt für Gesundheit-Rhein-Nahe.de