games 1363219 960 720
games 1363219 960 720

Viele träumen von einem satten Lottogewinn und von einem sorgenfreien Leben. Für die meisten bleibt dieser Traum jedoch ein Wunschtraum. Manche, für die der Traum von vielen Lottomillionen in Erfüllung ging, hatten jedoch nicht lange etwas davon. Sie haben ihr Geld im Rekordtempo wieder verloren. Drei Geschichten von Lottomillionären, die bald wieder vor dem Nichts standen, haben stellen wir hier vor.

Callie Rogers – jüngste Lotto-Millionärin in Großbritannien

Mit gerade einmal 16 Jahren sollte sich das Leben von Callie Rogers aus Nordwest-England schlagartig ändern. Die bei Pflegeeltern lebende Callie, die für 3,60 Britische Pfund an der Kasse im Supermarkt arbeitete, gewann im Jahr 2003 ganze 1,67 Millionen Britische Pfund. Anstatt das Geld jedoch anzulegen, verfiel sie in einen regelrechten Kaufrausch. Sie kündigte ihren Job und ließ es richtig krachen. Sie kaufte sich teure Kleider und Accessoires und ein Auto für 85.000 Pfund, legte sich für Schönheits-OPs unters Messer und unternahm Luxusreisen.

Außerdem beschenkte sie sogenannte Freunde. Nach eigenen Angaben wollte Callie beliebt sein und merkte in ihrem jugendlichen Alter nicht, dass sie nur ausgenutzt wurde. Unter anderen räumte sie einigen Leuten auch Kredite ein, die nie zurückgezahlt wurden. Es ging auch das Gerücht um, dass sie mehrere hunderttausend Pfund für Kokain ausgegeben hat, was sie jedoch bis heute abstreitet.

Zum Schluss blieben ihr gerade einmal noch 2.000 Britische Pfund und ein kleines Haus, dass sie für sich kaufte. Das Luxusleben jedoch war nun schlagartig wieder vorbei. Sie fiel regelrecht in ein Loch und wollte sich sogar das Leben nehmen. Letztlich schaffte sie jedoch die Kurve, nicht zuletzt wegen ihrer drei Kinder. Sie bedauert heute nichts für ihre Kinder gespart zu haben, sagt jedoch auch, dass sie inzwischen glücklicher denn je ist, auch ohne den Gewinn.

Lotto-Lothar – er bezahlte schlussendlich mit seinem Leben

Der als Lotto-Lothar bekannt gewordene ehemalige Fliesenleger dürfte sich nicht weniger gefreut haben, als er im Jahr 1994 im Lotto 3,9 Millionen Mark für sechs Richtige gewann. Als er den Schein ausfüllte, bezog er gerade Sozialhilfe vom Amt.

Jedoch zeigte sich bald, dass auch er nicht mit dem vielen Geld umgehen konnte. Er kaufte sich einen Lamborghini und machte Luxusferien mit Pool-Partys und viel Alkohol in Jamaika, auf Mauritius und anderen Traumzielen. Bis zu neun Urlaube in Jahr sollen es gewesen sein. Er kaufte sich eine goldene Kette mit drei „L“, die für „Lotto, Lothar und Lambo“ standen. Ein Haus auf dem Land kaufte er mit seiner Frau aber auch. Geldgeschenke an „Freunde“ mussten auch sein. Ob seiner Trinkgelage überreizte er jedoch. in den Jahren seine Leber, bis diese wegen Leberzirrhose schließlich ihren Dienst einstellte. Lotto-Lothar starb infolge seines Alkoholkonsums. Von den ehemals 3,9 Millionen Mark blieb auch nichts mehr übrig, weil Lothar vor seinem Tod den verbleibenden Rest an eine Bardame verschenkte. Seine Frau sagte später über ihn: „Der ganze Luxus hat unser Leben zerstört“.

Mickey Caroll – vom Müllmann zum Millionär und dann zum Obdachlosen

Der Fluch des vielen Geldes nach einem Lottogewinn ereilte auch Mickey Carrol. Er gewann im Jahr 2002 im Alter von 19 Jahren ganze 15 Millionen Britische Pfund. Für das Los hatte er lediglich 1 Britische Pfund (umgerechnet 1,50 €) ausgegeben. Offenbar noch ungefestigt, warf auch Micky mit dem Geld nur so um sich. Er kaufte Autos, Schmuck und Häuser und zog sich wie er später sagte, schon morgens drei Linien Kokain rein.

Irgendwann drehte Mickey komplett durch und schoss in seinem Haus die Fenster und Einrichtung kaputt. Er fing an, sich zu prügeln und geriet mit dem Gesetz in Konflikt. Insgesamt sollen 42 Anzeigen gegen ihn vorgelegen haben. Es dauerte nicht lange bis auch das Geld weg war.

Er landete zwischenzeitlich sogar in einer Obdachlosenunterkunft. Zum Heizen musste er später Kohlen besorgen. Irgendwie schaffte er es jedoch wieder auf die Beine zu kommen. Später konnte er seine ehemalige Stelle als „Binman“ wieder antreten. Er sagt heute von sich, dass er nichts bereut hat, aber dennoch glücklich ist, wieder in seinem alten neuen Leben zu sein. Seine Geschichte wurde 2010 mittlerweile in dem Streifen „Killer Bitch“ verfilmt.